Nachdem es letztes Jahr seine Premiere gefeiert hatte, ist nun das Solarthermie-Jahrbuch 2020 erschienen. Auf 148 Seiten finden Sie Artikel über die ganze Vielfalt der Solarwärme, erfolgreich abgeschlossene Projekte und interessante, sich noch im Bau befindliche Vorhaben.
Ein besonderer Fokus wird diesmal auf die solare Fernwärme gelegt, ganze 30 Seiten werden diesem Bereich gewidmet, in dem die Solarwärme am stärksten im Kommen ist. Auch Austria Solar bietet zu diesem Thema ein eigenes Infoportal. Aber auch die Prozesswärme und Solarwärme für private Haushalte kommen im neuen Jahrbuch alles andere als zu kurz!
Die Redaktion besteht auch diesmal wieder aus Joachim Berner, Detlef Koenemann, Ina Röpcke und Jens Peter Meyer, allesamt ausgewiesene ExpertInnen für erneuerbare Energien und Solarwärme. Zu ihrer Motivation für das Jahrbuch sagt Koenemann: „Die solare Wärme kommt in den Medien zu kurz. Deshalb haben wir das Solarthermie-Jahrbuch ins Leben gerufen. Es soll für die Branche ebenso wie für private, gewerbliche und kommunale Investoren als Informationsquelle dienen und dazu anregen, eines der zahlreichen Anwendungsbeispiele aufzugreifen.“
Das Jahrbuch 2020 kostet 14 Euro inklusive Versand. Es kann unter diesem Link bestellt werden, genauso wie die letztjährige Ausgabe. Bei größeren Bestellmengen ist auch ein Rabatt möglich.
Eine im November veröffentlichte Studie des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne) zeigt, dass Solarparks sich positiv auf die Biodiversität auswirken können. Die AutorInnen der Studie haben 75 Solarparks in Deutschland untersucht und dabei festgestellt, dass sich seit deren Errichtung die Vielfalt der dort angesiedelten Tiere und Pflanzen erhöhte. Sie kommen daher zu dem Schluss, dass “eine Flächeninanspruchnahme von Flächen für Solarparks grundsätzlich positiv zu sehen ist, da sie neben dem Klimaschutzbeitrag durch die Erzeugung erneuerbarer Energie gleichzeitig zu einer Flächenaufwertung im Sinne der Erhaltung der biologischen Vielfalt führen kann”, wie sie in der Zusammenfassung ihrer Ergebnisse schreiben.
Solare Großanlage mit bunter Blumenwiese in Løgumkloster (Dänemark) | Quelle: Savosolar
Warum ist das so? Die Flächen der Solarparks werden dauerhaft extensiv genutzt, d.h. mehrheitlich einer natürlichen Entwicklung überlassen – im Gegensatz zu intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen. Speziell Solarparks, deren Kollektor- oder Modulreihen in breiteren Abständen aufgestellt sind, erhöhen die Arten- und Individuendichte aufgrund der größeren besonnten Zwischenreihen. Besonders positive Entwicklungen konnten die StudienautorInnen bei Tagfaltern, Heuschrecken, Brutvögeln und Zauneidechsen feststellen. Wegen des gestiegenen Angebots an nektarreichen Blüten besuchen vermehrt Insekten, die auf den agrarisch genutzten Flächen im Umfeld keine Nahrung mehr finden, die Wiesen der Solarparks. Die Insekten wiederum sind Nahrungsgrundlage für Vögel, Fledermäuse, Amphibien und Reptilien, wie Solarserver berichtet.
Mit großen Solarparks, wie sie z.B. bei der Nutzung von Solarwärme für die Fernwärme entstehen, lässt sich also nicht nur die Klimakrise, sondern auch die Krise der Biodiversität bekämpfen! Denn in Zusammenhang mit der immer intensiveren Landwirtschaft und der Klimaerwärmung leiden immer mehr Arten unter einem massiven Rückgang ihres Bestands bishin zur Gefahr des Aussterbens.
Impulsveranstaltungen zu solaren Großanlagen in Innsbruck und Salzburg!
1. Oktober, 2019
Am 7. und 17. Oktober 2019 finden Veranstaltungen in Innsbruck und Salzburg statt, wo Erfahrungen mit solaren Großanlagen in der Praxis präsentiert werden, mit Schwerpunkt auf die solare Wärmeversorgung von Betriebs- und Wohngebäuden. Zur Veranstaltung sind Unternehmer, Gemeinden, Energieberater, Projektentwickler, Bauträger, Ingenieur- und Architekturbüros eingeladen, die Veranstaltungen werden gemeinsam mit Partnern wie der Standortagentur Tirol, Land Salzburg, Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen und dem Klima- und Energiefonds durchgeführt. Die Vorträge bieten einen Einblick in Betriebserfahrungen mit solaren Großanlagen aus erster Hand! Sie erhalten darüber hinaus Infos zur aktuellen Förderausschreibung Solare Großanlagen des Klima- und Energiefonds. Es sind noch Plätze frei, nehmen Sie teil! Die Teilnahme ist kostenlos.
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