100 Projekte Raus aus Gas: Neue Broschüre zeigt, wie Gasausstieg in Wien klappt
18. Dezember, 2025Die Stadt Wien verfolgt das Ziel, bis 2040 in allen Gebäuden Wärme und (bei Bedarf) Kühlung klimaneutral, emissionsfrei und erneuerbar bereitzustellen. Dafür müssen in den nächsten Jahren rund 600.000 Haushalte von fossilen Heizsystemen – insbesondere Gas – umgestellt werden, da sie derzeit 90 % der CO₂-Emissionen im Gebäudebereich verursachen. “Raus aus Gas” ist ein Programm der Stadt Wien, das maßgeblich zum Gelingen der Wärmewende beitragen soll.
Im Zuge dieses Programms wurde die Initiative “100 Projekte Raus aus Gas” ins Leben gerufen, die gelungene Praxisbeispiele sichtbar macht. Speziell die in Wien weit verbreiteten mehrgeschoßige Wohnbauten ohne Fernwärmeanschluss standen dabei im Mittelpunkt. Die Bilanz der präsentierten Umsetzungen ist beeindruckend: 1.861 Wohnungen mit einer Gesamtnutzfläche von über 243.000 Quadratmetern wurden auf erneuerbare Energien umgestellt und dabei 1.030 Gaskessel durch fossilfreie Heizsysteme ersetzt.
Knapp ein Fünftel der Projekte setzt auch auf Solarwärme! Sie kommt in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz, darunter die klassische Anwendung zur Warmwasserbereitung, aber auch zur Heizungsunterstützung oder der Regeneration von Erdsonden.
Das sind die 19 Gebäude mit einer Solarwärme-Anlage:
- Büro-/Wohngebäude Lerchengasse
- EFH Jara-Benes-Gasse
- EFH Starkenburggasse
- Firmenzentrale Linzer Straße
- Hotel Wilhelmshof
- MFH Favoritenstraße
- MFH Mariahilfer Straße 182
- MFH Roterdstraße
- MFH SmartBlock Geblergasse
- MFH Wattmanngasse 8
- MFH Wißgrillgasse
- MFH Zwölfergasse
- Pensionisten-Wohnhaus Penzing
- Sportanlage Hasenleitengasse
- Stadthaus Hockegasse
- Urban Jungle Apartments
- Wohngebäude Oberlaa
- Wohnhaus Franciscus
“100 Projekte Raus aus Gas” ist eine Initiative der Abteilung Energieplanung der Stadt Wien, die von UIV Urban Innovation Vienna, der Klima- und Innovationsagentur Wien, begleitet und unterstützt wird. Ab 2026 wird der Fokus der Initiative auf Betriebe, Bildungsstätten, Bürogebäude und andere Nichtwohngebäude ausgeweitet. Gebäudeeigentümer:innen können ihre Projekte weiterhin einreichen – unabhängig davon, ob sie bereits abgeschlossen sind oder sich noch in Planung befinden. Weitere Informationen dazu gibt es hier.
