Solarfassade

Solarwärme 2040: Sauber. Sicher. Unabhängig.

Saubere Energie zu einem fixen Preis – das bietet nur Solarwärme. Eine Solarwärme-Anlage macht unabhängig und befreit uns von fossiler Energie, die uns von einer Krise in die nächste stürzt. Die Sonne hingegen bietet Sicherheit und schickt uns jeden Tag mehr als genug Energie. Über 300.000 Haushalte in Österreich nutzen bereits Solarenergie für Warmwasser und Heizung. Dazu kommen hunderte Betriebe, die ihre Prozesswärme solar erzeugen und dutzende Fernwärmenetze, die die Wärme der Sonne in die Wohnzimmer der Österreicher:innen bringen.

Die Zukunft der Wärmeversorgung liegt auf unseren Dächern. Laut der Studie „Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040“ des Klima- und Energiefonds kann Solarwärme bis 2030 bereits 6,5 TWh und bis 2040 sogar knapp 13 TWh Wärmeenergie pro Jahr für Warmwasser und Heizung bereitstellen. Die heute bereits bestehenden Anlagen mit rund 2 TWh jährlicher Energieerzeugung sind dabei bereits berücksichtigt.

2040 würde die Solarwärme damit 18 % des in der Studie prognostizierten Wärmebedarfs für Raumwärme und Warmwasser bereitstellen. Knapp ein Fünftel wären also CO₂-frei, mit heimischer Technologie und praktisch ohne Stromverbrauch gedeckt!

Mit anderen Worten: Wir würden uns bei unserer Energieversorgung endlich deutlich unabhängiger machen. Bis 2040 würde Solarwärme Österreich von enormen Mengen fossiler Importe befreien. Wenn die erzeugte Wärme zu gleichen Teilen Heizöl und Erdgas ersetzt, werden jährlich insgesamt rund 820 Millionen Liter Heizöl und 670 Millionen Kubikmeter Erdgas eingespart.

Das bedeutet: 2,3 Milliarden Euro weniger für Öl- und Gasimporte. Jedes Jahr. Und das ist nur mit den aktuellen Öl- und Gaspreisen gerechnet, in Zukunft kann man von noch höheren Einsparungen ausgehen.

2,3 Milliarden Euro, die nicht ins Ausland abfließen, sondern in Österreich bleiben. Geld, das unsere Wirtschaft stärkt, unsere Gemeinden belebt und unsere Versorgungssicherheit erhöht.

Der Ausbau der Solarwärme ist bei Weitem nicht nur ein Klimaprojekt, sondern ein Wirtschaftsprogramm für Österreich.

Bis 2040 können durch den konsequenten Ausbau der Solarwärme:

  • rund 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden,
  • 21 Milliarden Euro heimische Wertschöpfung entstehen,
  • und insgesamt etwa 4,2 Millionen Tonnen CO₂ vermieden werden.

Jeder neue Solarkollektor bedeutet Aufträge für österreichische Planungsbüros, Installationsbetriebe, Hersteller, Handwerksunternehmen und regionale Dienstleister.

Für den notwendigen Ausbau wäre bei einem Investitionszuschuss von 30 Prozent ein jährlicher Förderbedarf von rund 530 Millionen Euro erforderlich.

Doch diese Förderung ist kein Kostenfaktor: Jeder Euro öffentlicher Förderung für Solarwärme spart über die Lebensdauer einer Anlage von 25 Jahren mindestens sieben Euro an Öl- und Gasimporten.

Oder plakativ ausgedrückt, wir haben die Wahl: 530 Mio. Euro in die heimische Wirtschaft investieren und dafür saubere Energie bekommen oder mit 2,3 Milliarden mehr als das Vierfache davon ins Ausland schicken und dafür schmutziges Öl und Gas bekommen?

Unsere Antwort ist klar:

Die gute Nachricht: Österreich muss für die Solarwärme-Offensive keine neue Industrie aufbauen, sie ist bereits da.

Österreichische Unternehmen produzieren heute zehnmal mehr Solarwärmeanlagen, als im Inland installiert werden. Ein Großteil davon wird nach Deutschland, Italien und Frankreich exportiert. Unsere Betriebe verfügen über das Know-how, die Produktionskapazitäten und die qualifizierten Fachkräfte, um eine Solarwärme-Offensive sofort umzusetzen.

Was fehlt, sind die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Wer Versorgungssicherheit, leistbare Energie und regionale Wertschöpfung will, muss Solarwärme zu einem zentralen Baustein der Energiepolitik machen. Wir brauchen daher:

1. Solarwärme-Vorrang bei der Solarpflicht

Bei der Umsetzung der Solarpflicht in den Bauordnungen der Bundesländer muss Solarwärme bevorzugt werden. Dort, wo Wärme benötigt wird, liefert Solarwärme die effizienteste und wirtschaftlichste Nutzung der Sonnenenergie.

2. Verlässliche Investitionsförderung

Mindestens 30 Prozent Investitionsförderung für Private, Unternehmen und Fernwärmebetreiber schaffen Planungssicherheit und lösen Milliardeninvestitionen in innovative solare Eigenversorgung aus. Wer in Sonnenwärme investiert, entlastet langfristig Energienetze und reduziert fossile Importe.

3. Vorrangflächen für Solarwärme ausweisen

Die Bundesländer sollen gezielt Flächen für große Solarwärme-Anlagen in der Nähe bestehender und geplanter Wärmenetze sichern. Dadurch können Städte und Gemeinden ihre Wärmeversorgung nachhaltig und kostengünstig ausbauen.

4. Genehmigungen vereinfachen und beschleunigen

Heute bremsen unterschiedliche Verfahren und lange Bearbeitungszeiten viele Projekte aus. Einheitliche Regeln für Freiflächenanlagen und rasche Genehmigungen durch die Bezirkshauptmannschaften schaffen Investitionssicherheit und beschleunigen die Wärmewende.

Die Karte der Studie zeigt, dass Solarwärme überall genutzt werden kann, wo Menschen wohnen und arbeiten. Es gibt keine weißen Flecken. Die Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Kärnten weisen das größte Potenzial auf, fast 80 % des Potenzials liegt in diesen fünf Bundesländern. Bislang wird weniger als 20 % dieses Potenzials genutzt. Allein in Oberösterreich könnten bis 2040 jährlich mehr als 600 Mio. Euro an Öl- und Gasimporten durch Solarwärme ersetzt werden.

Newsletter abonnieren

Der Verband Austria Solar informiert regelmäßig mit einem Newsletter über Aktuelles aus der Welt der Solarwärme: Analysen, Berichte, Exportinfos, Kurzberichte zu Tagungen und Meetings, Serviceleistungen, usw. Der Newsletter ist kostenlos, tragen Sie einfach hier Ihre E-Mailadresse ein und schon sind Sie dabei! Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Unsere Seite verwendet Google Analytics zu Optimierungszwecken. Näheres dazu in unserer Datenschutzerklärung. Sie können hier klicken um GA zu deaktivieren.