Solarfassade Wolken Himmel

Aktuelles aus der Branche

Klimaschutz-Gebiete in Wien: Chance für Solarwärme

28. Januar, 2020

Bis Mitte 2020 sollen in Wien Klimaschutz-Gebiete entstehen. In diesen müssen dann sämtliche Neubauten mit erneuerbarer Energie oder Fernwärme versorgt werden. Die Stadt Wien setzt damit einen wichtigen Schritt zur Verringerung der Treibhausgasemissionen der Stadt. Vor allem die in Wien so verbreiteten Gasheizungen (411.000, die Hälfte aller in Österreich installierten Gasheizungen) sollen so auf lange Sicht der Vergangenheit angehören, denn 80 % der Neubauten Wiens sollen Mitte dieses Jahres in Klimaschutz-Gebieten entstehen.

Bernd Vogl, Leiter der Stadt Wien Energieplanung (MA 20) erklärt die Umsetzung der Klimaschutz-Gebiete in einem Interview mit energie-bau.at so: „Wenn in Zukunft ein Bauträger einen Antrag bei der Wiener Baupolizei stellt, wird die Auskunft erteilt, dass hier eben nur Fernwärme oder Erneuerbare möglich sind. Wir gehen davon aus, dass für die Fernwärme auch der erneuerbare Anteil ausgebaut wird.“ Dass Solarwärme da einen großen Beitrag leisten kann, zeigt die 656 m2 solare Großanlage in Simmering, für die unser Mitglied GREENoneTEC die Kollektoren lieferte. Die größte Solarthermie-Anlage Wiens spart jährlich 152 Tonnen CO2 und hat mit über 700 kWh/m2 einen rekordverdächtig hohen Solarertrag. Die im neuen Regierungsprogramm geplante Förderung von erneuerbaren Großanlagen könnte für die Erreichung der Klimaziele Österreichs und der Stadt Wien dabei besonders hilfreich sein. Wie gut geeignet solare Fernwärme für die Wärmeversorgung von Städten ist, zeigt außerdem unser Infoportal zu solarer Fernwärme.

Solare Großanlage Simmering Wien Energie
Solare Großanlage in Simmering (Quelle: GREENoneTEC)

Wien Energie – Solarwärme am Kraftwerk Simmering

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20 Jahre Austria Solar!

12. Dezember, 2019

Bei der gestrigen Austria Solar Generalsversammlung gab es ein besonderes Jubiläum zu feiern: Austria Solar ist 20 Jahre alt geworden! Obmann und Gründer Robert Kanduth feierte mit unserem langjährigen Geschäftsführer Roger Hackstock, dem Vorstand und zahlreichen Mitgliedern in Salzburg.

Austria Solar Vorstand mit Jubiläumstorte 20 Jahre
Der Austria Solar Vorstand mit Geschäftsführer und der Jubiläumstorte (V.l.n.r.: Joachim Kalkgruber (Solarfocus), Roger Hackstock (GF Austria Solar), Ronald Gattringer (Gasokol), Robert Kanduth (GREENoneTEC), Roman Krumphuber (Sonnenkraft), Arthur Sief (SIKO), Christian Fink (AEE INTEC)

Im öffentlichen Teil der Generalversammlung war Katharina Rogenhofer, Mitgründerin von Fridays for Future Austria und Sprecherin des Klimavolksbegehrens, zu Gast. Sie sprach über die notwendige Vernetzung von Unternehmen aus der Erneuerbaren-Branche mit der Zivilbevölkerung im Kampf gegen die Klimakrise. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen aus der Solarwärmebranche wurde in einem anschließenden Workshop intensiv über Möglichkeiten der Kooperation gesprochen sowie wertvolle Kontakte geknüpft.

Katharina Rogenhofer trägt bei der Austria Solar Generalversammlung vor
Katharina Rogenhofer bei Ihrem Vortrag

Wir von Austria Solar möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitgliedern für die jahrelange Treue bedanken! Auch die nächsten 20 Jahre und darüber hinaus werden wir uns voll für die Solarwärme einsetzen, denn sie ist für die Energiewende und im Kampf gegen die Klimakrise essentiell!

Spezieller Dank gebührt auch unserem Mitglied Wilo Österreich für die Verpflegung und die Torte bei der Generalversammlung!

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Studie: Solarparks fördern Biodiversität

10. Dezember, 2019

Eine im November veröffentlichte Studie des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne) zeigt, dass Solarparks sich positiv auf die Biodiversität auswirken können. Die AutorInnen der Studie haben 75 Solarparks in Deutschland untersucht und dabei festgestellt, dass sich seit deren Errichtung die Vielfalt der dort angesiedelten Tiere und Pflanzen erhöhte. Sie kommen daher zu dem Schluss, dass „eine Flächeninanspruchnahme von Flächen für Solarparks grundsätzlich positiv zu sehen ist, da sie neben dem Klimaschutzbeitrag durch die Erzeugung erneuerbarer Energie gleichzeitig zu einer Flächenaufwertung im Sinne der Erhaltung der biologischen Vielfalt führen kann“, wie sie in der Zusammenfassung ihrer Ergebnisse schreiben.

Solarkollektoren vor Blumenwiese
Solare Großanlage mit bunter Blumenwiese in Løgumkloster (Dänemark) | Quelle: Savosolar

Warum ist das so? Die Flächen der Solarparks werden dauerhaft extensiv genutzt, d.h. mehrheitlich einer natürlichen Entwicklung überlassen – im Gegensatz zu intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen. Speziell Solarparks, deren Kollektor- oder Modulreihen in breiteren Abständen aufgestellt sind, erhöhen die Arten- und Individuendichte aufgrund der größeren besonnten Zwischenreihen. Besonders positive Entwicklungen konnten die StudienautorInnen bei Tagfaltern, Heuschrecken, Brutvögeln und Zauneidechsen feststellen. Wegen des gestiegenen Angebots an nektarreichen Blüten besuchen vermehrt Insekten, die auf den agrarisch genutzten Flächen im Umfeld keine Nahrung mehr finden, die Wiesen der Solarparks. Die Insekten wiederum sind Nahrungsgrundlage für Vögel, Fledermäuse, Amphibien und Reptilien, wie Solarserver berichtet.

Mit großen Solarparks, wie sie z.B. bei der Nutzung von Solarwärme für die Fernwärme entstehen, lässt sich also nicht nur die Klimakrise, sondern auch die Krise der Biodiversität bekämpfen! Denn in Zusammenhang mit der immer intensiveren Landwirtschaft und der Klimaerwärmung leiden immer mehr Arten unter einem massiven Rückgang ihres Bestands bishin zur Gefahr des Aussterbens.

Komplette Studie zum Download

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