Das sind die besten Solarwärme-Anbieter: Austria Solar Gütesiegel an 11 Unternehmen vergeben
30. Januar, 2025
Welche Solarwärmeanlagen sind die Besten? Der Verband Austria Solar hat 11 Anbieter mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Neben langen Garantiezeiten bietet das Gütesiegel auch weitere Vorteile für die Kund:innen.
Im Dezember 2024 wurden 11 Anbieter von Solarwärme-Anlagen in Österreich mit dem Austria Solar Gütesiegel ausgezeichnet. Solaranbieter, die das Gütesiegel tragen, bieten 10 Jahre Garantie auf Kollektoren und 5 Jahre auf Speicher, dazu gut gedämmte Speicher mit geringen Energieverlusten, Hocheffizienzpumpen mit geringem Stromverbrauch und internetfähige Regler, um die Anlage jederzeit aus der Ferne überwachen zu können. Das erhöht den Ertrag der Anlage und spart Energiekosten. Auch punkto Sicherheit bieten Gütesiegel-Anlagen bei Hagel, Schnee, Wind und Brandschutz den höchsten Standard. Kund:innen, die beim Kauf einer Solaranlage auf das Austria Solar Gütesiegel achten, sparen also bares Geld.
Gütesiegel als Fördervoraussetzung
Das Austria Solar Gütesiegel ist in ganz Österreich (außer Vorarlberg) eine Fördervoraussetzung für die Landesförderung. Darüber hinaus empfiehlt das Klimaministerium das Gütesiegel bei öffentlichen und privaten Ausschreibungen für Wohngebäude. Austria Solar Geschäftsführer Roger Hackstock dazu: „Das Gütesiegel bietet den Anbietern bessere Chancen am Markt und ist sehr begehrt.“
Strenge Richtlinien
Die Einhaltung des Gütesiegels wird von einer unabhängigen Kommission überwacht, der auch ein gerichtlich beeideter Sachverständiger angehört. Die Prüfung der 11 Betriebe dauerte zwei Tage, sie erhalten das Qualitätszeichen für drei Jahre, dann wird neuerlich geprüft.
Der Verband der Solarwärmebranche feierte heuer sein 25-jähriges Jubiläum. Neben einem Rückblick auf die wichtigsten Erfolge der Vergangenheit und prominenten Gastbeiträgen gab es auch einen Blick in die Zukunft – auf die Branche warten große Aufgaben.
Am 18. Dezember fanden sich dutzende Vertreter und Vertreterinnen der Solarwärme, darunter viele Pioniere, zu einer stimmungsvollen Feier im WIFI Salzburg ein, um das 25-jährige Bestehen des Branchenverbandes Austria Solar zu feiern. „Vor 25 Jahren war die Branche bei weitem nicht so geeint wie heute, jeder agierte für sich, es gab wenig miteinander“, schilderte Langzeit-Obmann Robert Kanduth. Mit der Gründung des Verbandes im Jahr 1999 wurde eine Plattform geschaffen, der sich immer mehr Firmen anschlossen und die schon bald zum Sprachrohr der Branche wurde, bei der Politik ebenso wie bei Medien. Den Höhepunkt bildeten ein Technologieprogramm Solarwärme 2004 bis 2009, das mit über einer Million Euro aus Bundesmittel gefördert wurde, sowie das Großanlagenprogramm des Klimaministeriums mit 45 Millionen Förderung in den Jahren 2021 und 2022.
V.l.n.r.: Arthur Sief (SIKO), Christof Sief (SIKO), Reinhard Pasterk (Sonnenkraft), Joachim Kalkgruber (Solarfocus), Ronald Gattringer (Gasokol), Robert Kanduth (GREENoneTEC), Hubert Fechner (TPPV), Erwin Gattringer (Gasokol), Leo Riebenbauer (Ingenieurbüro Riebenbauer), Christian Fink (AEE INTEC) und Werner Weiß (AEE INTEC)
Prominente Gratulantinnen und ein positiver Ausblick
In einer Videobotschaft gratulierte Klimaministerin Leonore Gewessler der Branche und betonte, dass große Aufgaben auf sie warten, um die Wärmewende in vollem Umfang zu verwirklichen. Zur Jubiläumsfeier war auch Sabine Mitter von der Innovationssektion des Klimaministeriums angereist, die einen Rückblick auf die jahrelange enge Kooperation bei Forschungsfragen warf und das künftige Entwicklungspotenzial betonte, das noch in der Solarwärmetechnik schlummert. Die Geschäftsführerin des Europäischen Solarwärmeverbandes Solar Heat Europe, Valérie Séjourné, gratulierte per Videobotschaft aus Brüssel und meinte, wenn ganz Europa die Solardichte von Österreich hätte, wären wir der Klimaneutralität ein bedeutendes Stück näher. Bereits 340.000 Solaranlagen in ganz Österreich liefern täglich warmes Wasser von der Sonne, was hunderte Millionen Euro an Energieimporten spart. Ein Rückblick des Solarpioniers Werner Weiß – der bis zu den Anfängen der Solarwärme im 19. Jahrhundert reichte – und ein kritischer Blick auf die Entwicklung der Solartechnik der letzten 25 Jahre vom Solarsachverständigen Harald Wagner rundeten das Festprogramm ab.
Schon in den letzten Wochen trafen zahlreiche Glückwünsche von Mitgliedern und Wegbegleitern ein, die auf der Verbandshomepage gesammelt zu finden sind. Zum Abschluss der Feier warf der neu gewählte Obmann Ronald Gattringer einen Blick in die Zukunft, die große Potenziale aber auch Herausforderungen verspricht, die es mit Mut und Innovation zu bewältigen gilt. „Die Zeit der Solarwärme kommt erst“, ist er überzeugt. Die gute Stimmung bei der Jubiläumsfeier gab jedenfalls Anlass zur Hoffnung, dass die Zukunft einen erneuten Aufschwung am Markt bringen wird.
Studie: Solarwärme wirtschaftlicher als Erdgas
29. November, 2024
Das Ergebnis einer aktuellen Fraunhofer-Studie zeigt, dass Solarwärme-Anlagen für Prozesswärme deutlich wirtschaftlicher als Erdgasanlagen sind. Die Forscher:innen des Fraunhofer ISE simulierten verschiedene Szenarien mit drei Technologien (Flachkollektoren, Vakuumröhrenkollektoren, Parabolrinnenkollektoren), für Erdgasthermen und Solaranlagen für Temperaturen von 80 °C bis 300 °C. Bis zu einem Solaranteil von rund 50 Prozent sind die Investitionen in Solarthermie in allen untersuchten Szenarien wirtschaftlicher als Erdgas, so kann sie „einen relevanten Beitrag zur Wärmewende in der Industrie leisten“, wie der Leiter der Studie Gregor Bern meint.
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