Solarfassade
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Sanierungsoffensive: 2.500 Euro Solarbonus ist zurück!

3. Oktober, 2025

Der Solarbonus ist wieder da! Er ist Teil der Kesseltauschförderung der heute von Umweltminister Norbert Totschnig angekündigten Sanierungsoffensive, der Neuauflage der Förderaktion “Raus aus Öl und Gas”, welche Ende 2024 beendet wurde. Während die Förderquoten für Wärmepumpe, Fernwärme und Holzheizung drastisch gekürzt wurden, bleibt die Förderung für Solarwärme gleich. Weiterhin gibt es den Solarbonus mit einem fixen Betrag von 2.500 Euro.

Die neue Sanierungsoffensive setzt somit ein klares Zeichen für die Sonne, Klima und die heimische Wirtschaft. Beim Betrieb einer Solaranlage werden weder Treibhausgase wie CO₂ noch umwelt- und gesundheitsschädliche Luftschadstoffe wie Feinstaub oder Stickoxide ausgestoßen. Für die Herstellung der Kollektoren sind keine seltenen (oft aus fragwürdigen Quellen stammenden) Rohstoffe nötig und die Wertschöpfung findet zu 75 % in Österreich statt, was lange, CO₂-intensive Transportwege vermeidet. Nachdem die Kollektoren jahrzehntelang saubere Energie geliefert haben, lassen sie sich außerdem hervorragend recyclen.

2.500 Euro für Private

Für Ein- und Zweifamilienhäuser gilt: 2.500 Euro erhalten alle zusätzlich, die im Zuge der Kesseltauschförderung auch eine Solarwärme-Anlage installieren. Für den Tausch eines alten fossilen Kessels gegen ein neues, mit erneuerbarer Energie betriebenes, Heizsystem beträgt die Förderquote bis zu 30 % und ist je nach Heizsystem auch durch einen Maximalbetrag begrenzt:

  • Klimafreundliche oder hocheffiziente Nah-/Fernwärme: max. 6.500 Euro
  • Wärmepumpe (Luft-Wasser, Wasser-Wasser, Sole-Wasser): max. 7.500 Euro
  • Holzzentralheizung (Pellets/Hackgut/Stückgut): max. 8.500 Euro

Außerdem gibt es einen Bonus von 5.000 Euro für Tiefenbohrungen beziehungsweise Brunnen (nur bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen).

Der 2.500 Euro Solarbonus kommt jeweils oben drauf, es sind also – je nach Heizungssystem – Gesamtfördersummen von bis zu 15.000 Euro möglich.

Neben dem gleichzeitigen Einbau eines erneuerbaren Heizsystems sind eine Kollektorfläche von mind. 6 m² und die Auszeichnung der Kollektoren mit dem Austria Solar Gütesiegel oder vergleichbaren Zertifikaten weitere Voraussetzungen für die Förderung einer thermischen Solaranlage.

Besonders attraktive Förderung im mehrgeschossigen Wohnbau

Im Bereich des mehrgeschossigen Wohnbaus gelten andere Fördersätze. Hier werden Solarwärme-Anlagen mit 400 Euro/m² Kollektorfläche gefördert. Für die anderen Heizungssysteme gelten ebenso 30 % als Maximalfördersatz und dieselben Maximalbeträge, die sich aber für jedes kW über 50 kW um 100 Euro erhöhen.

Insbesondere in Verbindung mit den jeweiligen Landesförderungen ist es jetzt sehr lukrativ, im mehrgeschossigen Wohnbau auf Solarwärme zu setzen. 

Solarwärme liefert saubere Wärme und macht unabhängig

Durch den Einbau einer thermischen Solaranlage können Haushalte ihre Energie-Abhängigkeit von unsicheren Förderländern verringern und, eine einfache Solaranlage für Warmwasser ist in einem Tag montiert und liefert von Mai bis September komplett die Energie, auch im Winterhalbjahr reduziert sie den Gasverbrauch. Die anfängliche Investition amortisiert sich somit schon nach wenigen Jahren.

Für die schnelle Suche nach einem geeigneten Installateurbetrieb hat Austria Solar die Solarinstallateur Suche eingerichtet. Dort kann durch Eingabe der eigenen PLZ schnell ein Installateur mit Solarwärme-Expertise gefunden werden.

Wärmewende muss wieder Fahrt aufnehmen

Die Wiederaufnahme der Kesseltauschförderung war dringend notwendig. In Österreich müssen immer noch 1,3 Mio. Kessel mit Öl und Gas ersetzt werden. Zuletzt stand die Wärmewende durch den Wegfall der Förderungen still, worauf Austria Solar wiederholt aufmerksam machte. Denn Haushalte erhielten keine Unterstützung und Betriebe keine Aufträge, wodurch die Erreichung der Klimaziele in Gefahr geriet. Zuletzt forderte auch der Runde Tisch der Wärmewirtschaft in einem offenen Brief (von Austria Solar mitunterzeichnet) die rasche Umsetzung der Wärmewende. Mit der neuen Sanierungsoffensive kehrt jedoch die Planungssicherheit – wie sie etwa kürzlich der Dachverband Energie-Klima der WKO forderte – wieder zurück.

Insgesamt stehen für die Sanierungsoffensive, die neben dem Kesseltausch auch noch den Sanierungsbonus beinhaltet, 360 Millionen Euro bis Ende 2026 zur Verfügung. Für die Jahre 2027-2030 steht der gleiche jährliche Geldbetrag zur Verfügung, insgesamt können bis 2030 also 1,8 Milliarden Euro abgeholt werden. Gefördert werden Lieferungen und Leistungen ab 3. Oktober 2025, Anträge können ab November gestellt werden.

Website Sanierungsoffensive 2026 mit allen Infoblättern

Mit Europas größter PVT-Anlage: Sport Arena Wien eröffnet

25. September, 2025

Anfang September 2025 wurde die neue Sport Arena Wien feierlich eröffnet. Während die rund 7.000 Besucher:innen der Eröffnungsfeier die neue Halle sportlich gleich voll auskosteten, liefen auf dem Dach über 1.000 PVT-Hybridkollektoren von Austria Solar Mitglied Sunmaxx PVT und setzten damit einen weiteren Meilenstein. Denn mit einer Kollektorfläche von 2.260 m² bilden die Kollektoren, die gleichzeitig Wärme und Strom liefern, Europas größte PVT-Anlage.

Sunmaxx PVT-Kollektoren auf dem Dach der Sport Arena Wien
PVT-Kollektoren auf dem Dach der Sport Arena Wien
Foto Copyright: Wagner Solar GmbH

Gemeinsam mit Wärmepumpen und Geothermie sorgt die PVT-Anlage dafür, dass die Sport Arena Wien eine energieneutrale Sporthalle ist und den Zertifizierungsstandard “klimaaktiv Gold” erhält.

Franz Ziering, Senior Sales Director bei Sunmaxx, freut sich naturgemäß über die Anlage, die bereits jetzt hervorragende Betriebsdaten liefert: “Die Versorgung der Sportarena Wien ist ein Leuchtturmprojekt und zeigt, was mit Hybridmodulen möglich ist: Ganzjährig gesicherte Strom- und Wärmeversorgung, vergleichsweise niedrige Investkosten in erneuerbare Energien, minimaler Pflege- und Wartungsaufwand. Die Technologie von Sunmaxx bietet größtmögliche Autarkie und langfristig planbare Energieausgaben – ohne Abhängigkeiten von externer Versorgung und ohne fossile Preisschwankungen.”

Für interessierte Organisationen besteht die Möglichkeit, die Anlage nach vorheriger Absprache zu besichtigen. Hierzu empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit Sunmaxx PVT.

Presseaussendung Sunmaxx

Presseaussendung Stadt Wien

Transformationsfonds der Industrie: Neue Ausschreibung für Prozesswärme-Förderung

6. August, 2025

Der Transformationsfonds der Industrie, ein bundesweites Förderprogramm für die Dekarbonisierung der Industrie, hat kürzlich die aktuelle Ausschreibung bekanntgegeben. Neu ist, dass die Förderung von einer OPEX- zur CAPEX-Förderung wurde.

Ziel des Transformationsfonds ist es, die größtmögliche CO2-Reduktion in österreichischen Industriebetrieben zu erwirken. Dazu werden Maßnahmen mittles Investitionszuschuss gefördert, die diese Reduktion zu einem möglichst günstigen Preis erreichen. Eine solche Maßnahme ist z.B. die Errichtung einer Solaren Prozesswärme-Anlage bzw. einer Solaranlage für die Beheizung der Gewerbegebäude.

Um die Förderung zu erhalten, muss ein Unternehmen einen Plan vorlegen, wie die Treibhausgasemissionen im Betrieb reduziert werden sollen und auf dieser Grundlage selbst berechnen, wie viel Förderung dafür nötig ist. Dabei gibt es eine Reihe von Mindestanforderungen, wie u.a.:

  • Die geförderte Maßnahme muss die Treibhausgasemissionen (im Vergleich zur vom Unternehmen genannten Referenzanlage) um mind. 60 % oder um jährlich 5.000 t  bzw. 50.000 t CO2-Äquivalente innerhalb von 10 Jahren reduzieren.
  • Die Investitionskosten liegen bei mind. 2 Mio Euro.
  • Die Referenzanlage emittiert mind. 10.000 t CO2-Äquivalente pro Jahr.

Die Förderung ist jeweils begrenzt mit 80 % der förderfähigen Investitionskosten, 1.000 Euro pro eingesparter Tonne CO2-Äquivalent und einer Gesamtfördersumme von 80 Mio. Euro.

Mehr Infos zur Berechnung der Fördersumme und der Förderung allgemein finden Sie im Leitfaden und auf der Website der KPC.

Eine Kombination mit anderen Förderungen (siehe z.B. die Investitionsförderungen unten) ist möglich. Anträge können bis zum 02.10.2025 gestellt werden.

Förderübersicht Solare Prozesswärme

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