Mit Europas größter PVT-Anlage: Sport Arena Wien eröffnet
25. September, 2025
Anfang September 2025 wurde die neue Sport Arena Wien feierlich eröffnet. Während die rund 7.000 Besucher:innen der Eröffnungsfeier die neue Halle sportlich gleich voll auskosteten, liefen auf dem Dach über 1.000 PVT-Hybridkollektoren von Austria Solar Mitglied Sunmaxx PVT und setzten damit einen weiteren Meilenstein. Denn mit einer Kollektorfläche von 2.260 m² bilden die Kollektoren, die gleichzeitig Wärme und Strom liefern, Europas größte PVT-Anlage.
PVT-Kollektoren auf dem Dach der Sport Arena Wien Foto Copyright: Wagner Solar GmbH
Gemeinsam mit Wärmepumpen und Geothermie sorgt die PVT-Anlage dafür, dass die Sport Arena Wien eine energieneutrale Sporthalle ist und den Zertifizierungsstandard “klimaaktiv Gold” erhält.
Franz Ziering, Senior Sales Director bei Sunmaxx, freut sich naturgemäß über die Anlage, die bereits jetzt hervorragende Betriebsdaten liefert: “Die Versorgung der Sportarena Wien ist ein Leuchtturmprojekt und zeigt, was mit Hybridmodulen möglich ist: Ganzjährig gesicherte Strom- und Wärmeversorgung, vergleichsweise niedrige Investkosten in erneuerbare Energien, minimaler Pflege- und Wartungsaufwand. Die Technologie von Sunmaxx bietet größtmögliche Autarkie und langfristig planbare Energieausgaben – ohne Abhängigkeiten von externer Versorgung und ohne fossile Preisschwankungen.”
Für interessierte Organisationen besteht die Möglichkeit, die Anlage nach vorheriger Absprache zu besichtigen. Hierzu empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit Sunmaxx PVT.
Transformationsfonds der Industrie: Neue Ausschreibung für Prozesswärme-Förderung
6. August, 2025
Der Transformationsfonds der Industrie, ein bundesweites Förderprogramm für die Dekarbonisierung der Industrie, hat kürzlich die aktuelle Ausschreibung bekanntgegeben. Neu ist, dass die Förderung von einer OPEX- zur CAPEX-Förderung wurde.
Ziel des Transformationsfonds ist es, die größtmögliche CO2-Reduktion in österreichischen Industriebetrieben zu erwirken. Dazu werden Maßnahmen mittles Investitionszuschuss gefördert, die diese Reduktion zu einem möglichst günstigen Preis erreichen. Eine solche Maßnahme ist z.B. die Errichtung einer Solaren Prozesswärme-Anlage bzw. einer Solaranlage für die Beheizung der Gewerbegebäude.
Um die Förderung zu erhalten, muss ein Unternehmen einen Plan vorlegen, wie die Treibhausgasemissionen im Betrieb reduziert werden sollen und auf dieser Grundlage selbst berechnen, wie viel Förderung dafür nötig ist. Dabei gibt es eine Reihe von Mindestanforderungen, wie u.a.:
Die geförderte Maßnahme muss die Treibhausgasemissionen (im Vergleich zur vom Unternehmen genannten Referenzanlage) um mind. 60 % oder um jährlich 5.000 t bzw. 50.000 t CO2-Äquivalente innerhalb von 10 Jahren reduzieren.
Die Investitionskosten liegen bei mind. 2 Mio Euro.
Die Referenzanlage emittiert mind. 10.000 t CO2-Äquivalente pro Jahr.
Die Förderung ist jeweils begrenzt mit 80 % der förderfähigen Investitionskosten, 1.000 Euro pro eingesparter Tonne CO2-Äquivalent und einer Gesamtfördersumme von 80 Mio. Euro.
Mehr Infos zur Berechnung der Fördersumme und der Förderung allgemein finden Sie im Leitfaden und auf der Website der KPC.
Eine Kombination mit anderen Förderungen (siehe z.B. die Investitionsförderungen unten) ist möglich. Anträge können bis zum 02.10.2025 gestellt werden.
Trendwende geschafft: Österreichs Solarwärme-Markt wächst wieder
24. Juni, 2025
Erstmals seit 2009 erreichte die österreichische Solarwärme-Branche 2024 ein bundesweites Marktwachstum gegenüber dem Vorjahr. Der leichte Anstieg von 0,2 Prozent deutet einen positiven Trend an, der sich insbesondere in der Steiermark zeigt. Einen deutlichen Zuwachs gab es zudem bei PVT-Kollektoren: Hier verdoppelte sich der heimische Bestand innerhalb eines Jahres.
Nach langer Zeit des Rückgangs wurden 2024 in Österreich um 0,2 Prozent mehr Fläche an Sonnenkollektoren installiert als im Vorjahr. Das zeigt die kürzlich veröffentlichte Marktstatistik des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar, sieht darin den Beginn einer Trendwende: „Die Solarwärme liefert klimaneutral und preisstabil Energie, unabhängig vom Weltgeschehen, das scheint wieder mehr und mehr Menschen klar zu werden.“
Zugpferd Steiermark
Einen starken Zuwachs gab es insbesondere in der Steiermark. Dort hat die Anfang 2024 anlässlich der Verdoppelung der Solar-Förderung gestartete Kampagne Wirkung gezeigt: Der Solarwärme-Absatz im Land hat sich deutlich erhöht, über 5.000 Quadratmeter Solaranlagen mehr als 2023 wurden installiert. „Mit der Solarkampagne Steiermark wurde die Solarwärme wieder ins Blickfeld gerückt”, freut sich Hackstock über den Erfolg der Solarkampagne, die Austria Solar gemeinsam mit der steirischen Landesinnung der Installateure und dem Land Steiermark durchführte.
Starker Trend zu PVT-Kollektoren
Überaus positive Nachrichten gibt es auch am vergleichsweisen jungen PVT-Markt. Der Jahresabsatz der Kollektoren, die Strom und Wärme gleichzeitig gewinnen, erhöhte sich 2024 auf 4.186 Quadratmeter. Das bedeutet eine Versechsfachung der jährlichen Neuinstallationen sowie beinahe eine Verdoppelung des Gesamtbestands. Mit über 1.000 PVT-Kollektoren befindet sich Österreichs größte PVT-Anlage auf der neuen Sport Arena Wien, die dieses Jahr offiziell eröffnet wird.
Solarwärme-Potenziale in den Bundesländern heben
Die Marktstatistik zeigt jedoch auch, dass nur vier Bundesländer im Vorjahr bei Solarwärme einen Zuwachs verzeichnen konnten. „Das Ziel ist ein Quadratmeter Solarfläche pro Einwohner in allen Bundesländern“, sagt Roger Hackstock, „damit könnte die Hälfte des EU-Ziels beim Zubau erneuerbarer Wärme bis 2030 gedeckt werden“. Das Land Vorarlberg hat 83 Prozent dieses Ziels bereits erreicht, Tirol liegt bei 75 Prozent, Oberösterreich bei 73 Prozent. Die größten ungenutzten Potenziale weisen Wien, Niederösterreich und Burgenland auf. Solarwärme holt pro Quadratmeter dreimal so viel Energie vom Dach wie Photovoltaik, aus derselben Fläche lässt sich die dreifache Energiemenge gewinnen. „Die Bundesländer sollten dringend konkrete Maßnahmen für die solare Wärmeversorgung setzen, um die Energieversorgung langfristig unabhängig und preisstabil zu machen“, so Hackstock.
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