Österreich feiert Tag der Erneuerbaren Energie am 25. April
24. April, 2020Austria Solar fordert am Tag der Erneuerbaren Energie ein Klima-Konjunkturpaket, um Wirtschaft und Klima gemeinsam zu retten.
Am 25. April begeht Österreich den weltweiten Tag der Erneuerbaren Energie, der seit 25 Jahren gefeiert wird. Während zu Beginn vor allem auf Atomgefahren hingewiesen wurde, gilt heute der Bewältigung der Klimakrise die Aufmerksamkeit. Seit einigen Wochen steht darüber hinaus die COVID-19 Pandemie im Zentrum, die zu massiven Einbrüchen bei den Umsätzen in der Wirtschaft geführt hat. Für das langsame Hochfahren der Wirtschaft nach der Coronakrise wurden Konjunkturpakete angekündigt, um Investitionen und Konsum anzukurbeln. Aus Sicht der Solarwärmebranche soll es dabei keine Staatshilfen geben, um die fossile Energieversorgung wieder hochzufahren. Alle Investitionen müssen in Richtung erneuerbare Energie gelenkt werden, mit einem Klima-Konjunkturpaket sollen Wirtschaft und Klima gemeinsam gerettet werden.
Solarinitiative 20>50 bis 2030 starten
„Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Versorgung mit heimischen Rohstoffen und Produkten in der Krise ist“, betont Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Österreich heizt zu 64 % mit Öl, Gas und Kohle, wofür die Haushalte EUR 10 Mrd. jährlich ausgeben, die zum Großteil ins Ausland fließen. Die Hauptlieferländer von Öl und Gas für Österreich sind Kasachstan, Irak, Aserbaidschan, Lybien, Nigeria und Russland. Auch alle diese Länder waren von der Corona-Krise betroffen. Für eine klimaneutrale Energiezukunft ist es notwendig, eigene heimische Energieträger stärker zu nutzen. In den nächsten zehn Jahren sollte dafür die Installation von Solarwärme-Anlagen von derzeit 20 auf 50 pro Tag gesteigert werden. Dabei sollen speziell größere Anlagen für Betriebe und solare Fernwärme forciert werden, die einen höheren Beitrag zu den Klimazielen leisten. Solarwärme spart derzeit rund eine halbe Million Tonnen Treibhausgase pro Jahr in Österreich. Mit dem Ausbau kann die Einsparung auf über 1 Million Tonnen CO2-Emissionen im Jahr 2030 gesteigert werden. Dies ist ein Drittel des Reduktionsziels der Wärmestrategie der Bundesregierung von 3 Million Tonnen CO2-Emissionen im Jahr 2030 im Gebäudebereich.
Um den Ausbau von Solarwärme zu steigern, sind gezielte politische Maßnahme nötig. Die wichtigste Maßnahme ist die Umsetzung einer ökologischen CO2-Besteuerung, wie im Regierungsprogramm von türkis-grün angekündigt. Eine kurzfristige Maßnahme ist der Raus-aus-Öl Bonus, der so rasch als möglich gestartet werden muss.
Presseaussendung von Erneuerbare Energie Österreich
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