Solarfassade

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Solarwärme im Klimafonds: Förderentscheidungen für 2019 veröffentlicht!

20. Mai, 2020

Der Klima- und Energiefonds hat bekanntgegeben, welche Einreichungen in den Förderprogrammen „Solare Großanlagen 2019“ und „Demoprojekte Solarhaus 2019“ eine Förderung erhalten. Die Förderung für Solare Großanlagen war das zweite Jahr in Folge überbucht, dennoch gelang es alle Einreichungen zu fördern. Insgesamt unterstützt der Klima- und Energiefonds 20 Projekte bei Solaren Großanlagen mit rund 2,6 Millionen Euro. Im Solarhaus-Förderprogramm werden fünf Projekte mit insgesamt rund 72.000 Euro gefördert. Die geförderten Projekte sind auf der Website des Klima- und Energiefonds aufgelistet.

Förderentscheidung Solare Großanlagen

Förderentscheidung Solarhäuser

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Copyright Beitragsbild: Klima- und Energiefonds

„Raus aus Öl“-Bonus wieder gestartet

11. Mai, 2020

Das Klimaschutzministerium (BMK) fördert den Umstieg von umweltschädlichen fossilen Heizungen wie Ölheizungen auf neue, saubere Alternativen im Jahr 2020 mit 100 Millionen Euro – auch rückwirkend bis 1.1.2020. Pro Haushalt können bis zu 5.000 Euro abgeholt werden – mit Landesförderungen sogar bis zu 11.000 Euro! Mit der Förderung können bis zu 22.000 Heizungen (Öl, Gas, Kohle) getauscht werden. „Den Heizkessel tauscht der Installateurbetrieb aus der Region. Der „Raus aus Öl“-Bonus zeigt, was Klimaschutz kann. Wir schaffen Arbeitsplätze und bekämpfen die Klimakrise“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Neben der Förderung für den Ölkesseltausch stehen weitere 42,7 Millionen Euro für die thermische Sanierung von betrieblichen, kommunalen und Wohngebäuden bereit.

Insgesamt stehen somit 142,7 Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung – im Vergleich zum Vorjahr eine Verdoppelung der Mittel. Beide Maßnahmen ermöglichen eine CO2-Reduktion von mehr als 180.000 Tonnen pro Jahr. Durch die Förderungen werden rund 11.000 Arbeitsplätze geschaffen und es kommt zu einer inländischen Wertschöpfung von 540 Millionen Euro. Im Vorjahr wurden 12.436 Sanierungsprojekte über die Offensive gefördert. Die damalige Bundesförderung löste ein Investitionsvolumen von mehr als 365 Millionen Euro aus, es wurden 4.829 Arbeitsplätze geschaffen. Die CO2-Reduktion betrug 78.694 Tonnen im Jahr.

Die Förderaktion ist ein klares Signal an die Haushalte für Investitionen in die Heizungsumstellung. Dabei muss ein erneuerbares Heizungssystem eingebaut werden, um den Bonus zu erhalten. Die Erfahrung im letzten Jahr hat gezeigt, dass der „Raus aus Öl“-Bonus auch einen Schub bei Solarwärme-Anlagen erzeugt. Das hilft auch dem Wirtschaftsaufschwung nach der Coronakrise. Die Wertschöpfung bei Solarwärme-Anlagen erfolgt zu drei Viertel in Österreich und sichert tausende Arbeitsplätze in Industrie, Handel und Handwerk. Einen Spezialisten für Ihre Solarwärme-Anlage finden Sie am schnellsten mit unserer Solarinstallateur-Suche!

Der Frühling ist außerdem die beste Zeit für einen Heizungstausch, aber nicht nur deswegen lohnt es sich momentan besonders: Da der Bundes-Bonus im vergangenen Jahr so schnell vergriffen war, haben viele Länder ihre eigenen Förderungen ausgebaut, was aktuell zu einer weitgefassten Förderlage führt. „Zurzeit herrscht ein idealer Sanierungsmoment, denn man kann Bundes- und Landesförderung kombinieren – da kann ein zeitweilig niedriger Ölpreis finanziell nicht mithalten“, so Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL und Innungsmeister der Salzburger Landesinnung Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik. Gemeinsam mit dem „Raus aus-Öl“-Bonus lassen sich in einigen Bundesländern allein für die Heizungserneuerung bis zu 11.000 Euro Fördermittel gewinnen. „Das ist gut für das Haushaltsbudget, gut für die Umwelt und letztendlich auch gut für Österreichs Wirtschaft“, ergänzt Rotter. 

Um auch unter den gebotenen Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus rasch mit der Förderung beginnen zu können, kann die vorausgesetzte Energieberatungen in allen Bundesländern auch per Telefon oder über das Internet durchgeführt werden.

Alle Informationen zu den Förderungen und die Möglichkeit Förderungen zu beantragen finden Sie unter www.umweltfoerderung.at

Presseaussendung Klimaschutzministerium

Presseaussendung Zukunftsforum SHL

Infoblatt Raus aus Öl

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Austria Solar fordert Klima-Corona-Deal gemeinsam mit über 100 Organisationen

7. Mai, 2020

Mehrere Gruppen und Organisationen aus der Österreichischen Klimavernetzung, darunter Fridays For Future Austria, System Change, not Climate Change!, Global 2000, WWF Österreich, Attac und Greenpeace Österreich haben gemeinsam einen Klima-Corona-Deal ausgearbeitet. In diesem „klimagerechten Gesellschaftsvertrag“ wird die Bundesregierung aufgefordert, beim angekündigten Corona-Konjunkturpaket besonders auf klimagerechte Investitionen zu setzen. Denn die Corona-Krise ist eine große Chance, beim Klimaschutz in Österreich endlich große Fortschritte zu machen. Austria Solar unterstützt diese Forderungen zusammen mit bereits über 100 anderen Organisationen und über 500 Wissenschaftler*innen.

Die Forderungen lauten:

1. Die Zukunft der Menschen sichern: Die österreichische Regierung soll alle Menschen existenziell absichern deren Arbeitsplätze durch die Corona-Krise bedroht oder verloren gegangen sind. Sie soll Mittel für Begleitmaßnahmen zur Umqualifizierung, Re-Qualifizierung, Weiterbildungsmaßnahmen sowie Beschäftigungsinitiativen für Arbeitnehmer*innen bereitstellen. Durch die kluge Verteilung der Rettungsgelder kann die Regierung jetzt tausende neue und langfristig sichere klimafreundliche Arbeitsplätze schaffen. Dadurch werden alle Menschen dabei unterstützt, Schritte zu einem guten Leben für alle zu setzen und den existenzbedrohenden Klimakollaps abzuwenden.

2. Umbau statt Wiederaufbau – Staatshilfen an Erreichung des 1,5 Grad Ziels knüpfen: Gelder aus den jetzigen Hilfs- und Konjunkturpaketen des österreichischen Staates sollen den Strukturwandel zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens vorantreiben. Auch weitere mögliche Konjunkturpakete nach der Krise müssen diesen Vorgaben folgen. Wir fordern Bedingungen für die staatliche Unterstützung, die so ausgestaltet sind, dass sie sich am Pariser Abkommen, den Biodiversitätszielen und den Sustainable Development Goals orientieren. Subventionen für fossile Energieträger sollen gestrichen und stattdessen klimagerecht investiert werden. Unternehmen sollen verpflichtet werden, gemeinsam mit den Belegschaften Dekarbonisierungs-Roadmaps zu erstellen. Kein Geld für Öl, Kohle, Gas und Unternehmen, die die sozial-ökologische Transformation blockieren.

3. Die Krise demokratisch bewältigen: Die Zivilgesellschaft und alle Sozialpartner müssen an den Verhandlungen um die Verteilung der staatlichen Finanzhilfen beteiligt werden. Vergabekriterien müssen transparent gestaltet werden und dem 1,5 Grad Ziel entsprechen. Die Bevölkerung muss durch Bürger*innenversammlungen und ähnliche partizipative Formate permanent in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Eine lebenswerte und klimagerechte Zukunft braucht eine umfassende Demokratisierung, nur so kann die Krise auch im weiteren Verlauf gerecht bewältigt werden.

4. Globale Klimagerechtigkeit: Menschen im globalen Süden sind schon heute viel stärker von der Klimakrise betroffen. Die Regierung muss sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen, dass die Schulden der ärmsten Staaten gestrichen werden, dass statt Krediten Transferzahlungen geleistet werden und Österreich einen fairen Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung leistet. Auch in der Gestaltung der Handels- und Investitionspolitik muss sich die Regierung für die Einhaltung von Menschen- und Arbeitnehmer*innenrechten sowie für Umweltstandards stark machen.

Klima-Corona-Deal als PDF

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