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Solare Großanlagen: Förderung gestartet!

11. August, 2020

Die Förderung des Klima- und Energiefonds für solare Großanlagen ermöglicht einen schnelleren Ausbau der CO₂-neutralen Wärmeerzeugung.

Solare Großanlagen, die kostengünstig und effizient Wärme erzeugen, sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Daher startet der Klima- und Energiefonds auch heuer wieder das Programm zur Förderung solarer Großanlagen. Zusätzlich werden heuer auch erstmalig Planungs- und Machbarkeitsstudien für Anlagen über 5.000 m² gefördert. Weitere Schwerpunktbereiche des Programms reichen von solarer Prozesswärme über solare Netzeinspeisung, hohen solaren Deckungsgraden bis hin zu solarthermischen Anlagen in Kombination mit Wärmepumpen.

Bundesministerin Leonore Gewessler: „Mit Solarthermie bauen wir an der Energiewende und schaffen CO2-neutrale Wärmeversorgung für unsere Zukunft. So schützen wir unser Klima und machen Österreich unabhängig von fossilen Importen. Mit dieser Förderung konzentrieren wir uns auf Großanlagen – gerade sie erzeugen kostengünstig und effizient Wärme.“

Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Durch unsere Förderungen setzten wir entscheidende Impulse, damit solarthermische Innovationen rasch auf den Markt kommen. Erstmals können wir jetzt auch Planungs- und Machbarkeitsstudien finanziell unterstützen. Außerdem gibt es dank der EU-Kofinanzierung zusätzliche Förderanreize.“

Diese EU-Kofinanzierung aus dem Programm „LE 14–20“ können speziell Projekte in Klima- und Energie-Modellregionen mit bis zu maximal 2,5 Millionen Euro Gesamtinvestitionskosten erhalten, sofern der Antragsteller der vorgegebenen Zielgruppe entspricht.

Zusätzlich werden im Programm 2020 erstmals Planbarkeits- und Machbarkeitsstudien für Großprojekte mit mehr als 5.000 m² Kollektorfläche unterstützt.

Neu ist auch der Zuschlag von 5 Prozent für Nicht-Wettbewerbsteilnehmer (NWT) bis 2.000 m2. Weiters gibt es einen Zuschlag für KMU und NWT von 5 Prozent für innovative Speicherlösungen.

Förderprogramm Solarthermie – solare Großanlagen

Mit dem Programm „Solarthermie – solare Großanlagen“ fördert der Klima- und Energiefonds seit 2010 die betriebliche Installation innovativer solarthermischer Anlagen mit einer Kollektorfläche ab 100 m². Zu den Zielgruppen des Programms gehören Produktionsbetriebe, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, Fernwärmenetzbetreiber, Energieversorgungsunternehmen, Tourismusbetriebe sowie Einrichtungen der öffentlichen Hand und Gebietskörperschaften sowie gemeindeeigene Betriebe, auch in Form von Betrieben mit marktbestimmter Tätigkeit.

Die Förderung für solare Großanlagen umfasst die folgenden fünf Themenfelder:

  • Solare Prozesswärme
  • Solare Einspeisung in netzgebundene Wärmeversorgungen (Mikro-, Nah- und Fernwärmenetze)
  • Hohe solare Deckungsgrade (über 20 % des Gesamtwärmebedarfs) in Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben
  • Solarthermie in Kombination mit Wärmepumpe inkl. PVT-Kollektoren
  • Neue Technologien und innovative Ansätze

Besonders innovative Projekte werden, wie in den Vorjahren, in das Begleitforschungsprogramm aufgenommen und mit intensivem Monitoring betreut. Die Erkenntnisse daraus dienen der Weiterentwicklung der Technologie und fließen laufend in die Umsetzung neuer solarer Großanlagen ein.

Die Ausschreibung „Solarthermie – Solare Großanlagen“ ist bis 26.02.2021, 12.00 Uhr geöffnet. Alle weiteren Informationen finden Sie im ausführlichen Förderleitfaden oder in der Austria Solar Förderübersicht.

Presseaussendung Klima- und Energiefonds

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© Beitragsbild: Fleischwaren Berger

Europäische Solarthermie-Industrie liefert grünen Wirtschaftsaufschwung

28. Juli, 2020

Nach der Verabschiedung des Grünen Konjunkturpakets (Green Recovery Package) durch den Europäischen Rat letzte Woche startete die Solarwärmeindustrie einen Aufruf an politische Entscheidungsträger in den EU-Mitgliedsstaaten, rasch mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung zu starten.

„Die europäische Solarthermie-Industrie hat in den letzten Jahrzehnten zu einem nachhaltigen Übergang zur Dekarbonisierung des Energiesystems beigetragen. Wir begrüßen daher das starke Engagement der Staats- und Regierungschefs der EU“, sagt Pedro Dias, Generalsekretär von Solar Heat Europe. Die Branche nutzte den historischen Beschluss des Europäischen Rats, um mit einem Aufruf ihr Engagement für einen grünen Aufschwung in Europa zu bekräftigen. „Wir wollen zeigen, dass die europäische Solarthermie-Industrie bereit ist, ihren Beitrag zu einer wirtschaftlichen Erholung im Einklang mit den Energie- und Klimazielen des Kontinents zu leisten“, so Pedro Dias weiter.

Der Aufruf wurde von 150 Unternehmen und Organisationen aus 20 europäischen Ländern, unterzeichnet, die Branche verpflichtet sich dabei:

  • einen multitechnologischen Ansatz für Heizung und Kühlung zu fördern
  • zur Einführung neuer Lösungen für dezentrale, sichere, dekarbonisierte Wärmeversorgung und thermische Energiespeicherung auf dem Markt
  • zur Erhöhung der positiven Exportbilanz des Sektors
  • zur Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
  • zur Unterstützung der Ziele einer nachhaltigen, ressourceneffizienten und Kreislaufwirtschaft

„Um diese Versprechen einzulösen, bedarf es eines gewissen Engagements und der Unterstützung des öffentlichen Sektors“, erklärt Costas Travasaros, Präsident von Solar Heat Europe. „Daher legen wir auch einen Aufruf zum Handeln vor, in dem wir die Regierungen auffordern, mehrere wesentliche Maßnahmen umzusetzen, wie den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und die Bereitstellung zinsgünstiger Kredite an die Verbraucher, damit diese sich für effiziente, erneuerbare Lösungen entscheiden.“ „Die nächsten 10 Jahre werden entscheidend sein, um den Wärmemarkt zu transformieren und zu dekarbonisieren. Wir werden bis 2030 solarunterstützte Heizsysteme für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie benötigen, da alle danach installierten neuen Systeme höchstwahrscheinlich auch 2050 noch in Betrieb sein werden“, erklärt Robert Kanduth, Obmann des Branchenverbandes Austria Solar. „In Österreich hat die Regierung mit dem Beschluss einer Klimamilliarde für die nächsten zwei Jahre samt einer Offensive für Solare Großanlagen bereits wichtige Weichen gestellt“, so Robert Kanduth.


Aufruf der europäischen Solarthermie-Industrie und Unterzeichner

Solar Heat Europe

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Fast 50 Prozent Förderung bei Umstellung von Öl auf Erneuerbare

23. Juli, 2020

Mit der Förderaktion „raus aus Öl“ und Landesförderungen erhalten Hausbesitzer seit Mai in Kombination fast 50 Prozent Förderung für die Umstellung von Öl auf erneuerbare Wärme. Dies ist mehr als in Deutschland, wo der Markt bei erneuerbarer Heizung und Solarwärme enorm brummt.

„Die Zeit ist günstig wie nie, um von Öl auf erneuerbare Wärme umzusteigen“, sagt Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Seit dem Start der Förderaktion „raus aus Öl“ des Klimaministeriums vor zwei Monaten erhalten Private bei der Umstellung eines fossilen Heizungssystems auf erneuerbare Energie bis zu 5.000 Euro Förderung vom Staat. Diese Unterstützung kann mit Landesförderungen kombiniert werden, was den Zeitpunkt ideal macht, jetzt in eine neue Heizung zu investieren. „Kombiniert man den Heizungstausch mit einer Solarwärmeanlage, bekommt man im Schnitt 49 Prozent der Investition von Bund und Land zurück, das ist mehr als in Deutschland, wo der Markt derzeit enorm brummt“, betont Hackstock. Im deutschen Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird seit Jahresbeginn bis zu 45 Prozent Zuschuss für den Tausch einer Ölheizung durch erneuerbare Energie samt Solaranlage gewährt, was zu einem Investitionsboom führte, den auch österreichische Hersteller bemerken, die für den deutschen Markt produzieren.

Im Schnitt fast 50 Prozent Förderung in Österreich

Die Umstellung der alten Ölheizung auf eine Pelletheizung oder Wärmepumpe samt Solarwärmeanlage wird in Österreich im Schnitt mit 49 Prozent der Investitionskosten gefördert. In mehreren Bundesländern liegt die Solar/Erneuerbare-Kombiförderung sogar bei über 50 Prozent. Am attraktivsten ist der Umstieg derzeit in Kärnten, wo es über 60 Prozent Förderung gibt. „Solarwärmeanlagen kurbeln den Arbeitsmarkt besonders an, da die Produktion und Installation zu drei Viertel „Made in Austria“ ist, so Hackstock.

Grafik Förderung Raus aus Öl Solarthermie 2020 Vergleich Deutschland Österreich

Übersicht Förderungen Solarwärme

www.raus-aus-öl.at

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