Förderübersicht privat

Solarwärme für Private und Betriebe wird als Klimaschutzmaßnahme großzügig gefördert. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alle Förderungen für Private von Bund und Ländern. Im Schnitt liegt der Fördersatz bei 20 Prozent der Investition, innovative Anlagen erhalten bis zu 45 Prozent Förderung!

 

Bundesförderungen

Solarhausprogramm des Klima- und Energiefonds 2019

  • Es werden innovative thermische Solaranlagen gefördert, die eine solare Deckung am Gesamtwärmebedarf eines Ein- oder Zweifamilienwohnhauses von mindestens 70 % erreichen.
  • Die Förderaktion umfasst Neubauten, Bestandsgebäude und Sanierungsprojekte.
  • Der Fördersatz beträgt bis zu 50 % Zuschuss zu den Investitionskosten, abhängig vom Heizwärmebedarf des Gebäudes.
  • Die Förderung läuft bis 28.2.2020.
  • Eine Einreichberatung ist verpflichtend.
Weitere Informationen finden Sie auf der Infoseite des Klima- und Energiefonds.  

Absetzbarkeit von Solarwärmeanlagen im Lohnsteuerausgleich

Der nachträgliche Einbau von Solaranlagen ist im Lohnsteuerausgleich als Sonderausgabe (Ausgaben zur Wohnraumsanierung) absetzbar. Nähere Informationen finden Sie im Steuerratgeber des Finanzministeriums, siehe „Das Steuerbuch 2020 – Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung (Seite 80)“.

Wien

  • In Wien werden nachträglich installierte Solarwärme-Anlagen zur Warmwasserbereitung mit 25 % der förderbaren Investitionskosten gefördert. Maximal wird zu einem Sockelbetrag von 1.000 Euro ein Pauschalbetrag von 70 Euro pro m² Absorberfläche zugeschossen.
  • Der Zuschuss für die Errichtung einer Solarwärme-Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Kühlung oder bei gleichzeitiger Umstellung auf ein innovatives, klimarelevantes zentrales Heizungs-und Warmwassersystem beträgt 35 % der förderbaren Investitionskosten. Maximal wird zu einem Sockelbetrag von 1.000 Euro ein Pauschalbetrag von 100 Euro pro m² Absorberfläche zugeschossen.
  • Für Solarwärme-Anlagen mit hohen Deckungsgraden die nachweislich ein Drittel des jährlichen Heizbedarfs decken, erhöht sich der Zuschuss auf maximal 3.100 Euro für Einfamilienhäuser, 4.400 Euro für Zweifamilienhäuser, 800 Euro pro Wohneinheit (ab 3 Wohneinheiten).
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen und Antragstellung finden Sie hier und in der Förderrichtlinie 2020.

Solarpotentialkataster Wien

Niederösterreich

  • In Niederösterreich werden thermische Solaranlagen im Rahmen des Darlehensrahmens in der Wohnbauförderung gefördert. Für die Höhe des Darlehensrahmen werden Punkte vergeben, für 1 Punkt jeweils 300 Euro Darlehensrahmen. Das Förderungsdarlehen hat einen Tilgungszeitraum von 27,5 Jahren und ist mit 1 % jährlich im Nachhinein verzinst.
  • Solaranlagen zwischen 4 und 10 m² erhalten 10 Punkte, Solaranlagen füber 10 m² 15 Punkte.
  • Bei thermischen Solaranlagen empfiehlt das Land Niederöstereich auf das Austria Solar Gütesiegel zu achten.

Weitere Infos finden Sie in der Broschüre „Wohnbauförderung Eigenheim“ (Seiten 12-13).

Für das gesamte Land Niederösterreich gibt es leider keinen Solarpotentialkataster. St. Pölten und Baden haben jeweils einen für ihre Gemeinde.

Burgenland

  • Im Burgenland werden thermische Solaranlagen mit 30 % der Investitionskosten gefördert, max. 1.100 Euro für Warmwasser und max. 1.800 Euro für Heizungsunterstützung
  • Die Mindest-Kollektorfläche beträgt 4 m², die Mindestgröße für den Speicher 200 Liter. Anlagen zur Heizungsunterstützung müssen mind. 15 % des Wärmebedarfes für Raumheizung decken. Der rechnerische Nachweis über den Deckungsgrad ist von einem befugten Unternehmen auszustellen.
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos zur Förderung und möglichen Bonuszahlungen (zwischen 100 und 300 Euro) bei speziellen technischen Voraussetzungen der Anlage finden Sie in der Richtlinie 2020 Alternativenergieanlagen Ein- und Zweifamilienhäuser.

Solarpotentialkataster Burgenland

Kärnten

Neubau:

  • In Kärnten wird bei der Installation thermischer Solaranlagen in Eigenheimen der anerkannte Beitrag für die Wohnbauförderung um bis zu 6.000 Euro erhöht.
  • Bei Standard-Kollektoren wird ein Bonus von 400 Euro pro m² Aperturfläche, bei Vakuum-Kollektoren 500 Euro pro m² Aperturfläche ausbezahlt.
  • Pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche sind 100 Liter Speicherinhalt vorzusehen. Die Solaranlage ist mit Wärmemengenzähler auszustatten.
  • Es sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“-Richtlinie oder dem Austria Solar Gütesiegel vorliegt.

Sanierung:

  • Gefördert werden neu errichtete Solaranlagen bzw. Erweiterungen von bestehenden Anlagen zur Warmwasserbereitung in Gebäuden und/oder zur Beheizung von Gebäuden mit max. 35 % der förderbaren Sanierungskosten.
  • Mindestaperturfläche: 4 m²
  • Die Förderung beträgt bei Eigenheimen und sonstigen Gebäuden bis zu zwei Wohnungen höchstens € 250 pro m² Kollektor-Aperturfläche und je 70 Liter Speicherinhalt, insgesamt höchstens 3.750 Euro (15 m²) je Gebäude.
  • Es sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“-Richtlinie oder dem Austria Solar Gütesiegel vorliegt.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie in den aktuellen Richtlinien des Landes Kärnten für Neubau und Sanierung.

Solarpotentialkataster Kärnten

Oberösterreich

In Oberösterreich werden Solarwärmeanlagen gestaffelt gefördert, die Förderung erfolgt nach Bruttokollektorfläche ohne Unterscheidung nach Flach-/Vakuumkollektoren. Gefördert wird auch der Kollektortausch bei alten bestehenden Solaranlagen.

Die Förderhöhe beträgt:

  • 4  bis 10 m² Kollektorfläche: Pauschal 1.750 Euro
  • 11 bis 19 m² Kollektorfläche: 175 Euro pro m²
  • ab 20 m² Kollektorfläche: Pauschal 3.500 Euro
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Solarpotentialkataster Oberösterreich

Solarpotentialkataster Linz

Solarpotentialkataster KEM Mondseeland

Steiermark

  • In der Steiermark werden thermische Solaranlagen im Ein- und Zweifamilienhaus mit max. 2.000 Euro für Warmwasser und max. 3.000 Euro für Heizungsunterstützung gefördert.
  • Bis 10 m² Aperturfläche beträgt die Förderung 150 Euro pro m² Kollektorfläche, für jeden weiteren m² 100 Euro.
  • Für die Heizungseinbindung mit Nachweis eines solaren Deckungsgrades > 30 % (Neubau) bzw. > 15 % (Bestand) sind obige Fördergrenzen aufgehoben.
  • Es gibt zahlreiche Förderzuschläge für effiziente Pumpen, Frischwassermodule usw., die von unter 100 Euro bis über 1.000 Euro reichen (siehe Förderbedingungen).
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Solarpotentialkataster Steiermark

Solarpotentialkataster Graz

Salzburg

  • Thermische Solaranlagen werden mit max. 30 % der Investitionskosten gefördert, die Staffelung der Förderhöhe erfolgt nach der Kollektorfläche:
  • Förderung für den 1. – 7. m² Kollektor je 300 Euro pro m² Kollektorfläche
  • Förderung für den 8. – 14. m² Kollektor je 150 Euro pro m² Kollektorfläche
  • Förderung für den 15. – 21. m² Kollektor je EUR 75 Euro pro m² Kollektorfläche
  • Achtung: detaillierte technische Fördervoraussetzungen in Salzburg beachten (siehe Richtlinie)!
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos finden Sie in der Richtlinie zur Förderung Thermischer Solaranlagen. Manche Salzburger Gemeinden zahlen außerdem eine zusätzliche Förderung aus.

Solarpotentialkataster Land Salzburg

Tirol

  • In Tirol werden thermische Solaranlagen werden mit max. 210 Euro pro m² Aperturfläche gefördert, insgesamt sind höchstens 4.200 Euro Förderung möglich.
  • Die Speicherkapazität muss mindestens 50 Liter pro m² Kollektorfläche betragen und eine Wärmemengenzähler ist erforderlich.
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen und in der GET-Datenbank gelistet sein.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier. Die Stadt Innsbruck gewährt außerdem unter Umständen einen Ökobonus beim Einbau einer Solaranlage!

Solarpotentialkataster Land Tirol

Vorarlberg

  • In Vorarlberg werden thermische Solaranlagen im Ein- und Zweifamilienhaus mit 25 % bis 35 % der Investitionskosten gefördert, die Obergrenzen liegen bei 1.500 Euro bis 4.000 Euro. Die Förderhöhe richtet sich nach dem solaren Deckungsgrad und dem Heizwärmebedarf des Gebäudes. In Häusern ab 3 Wohneinheiten beträgt die max. Förderhöhe 750 Euro bis 2.000 Euro pro Gebäude plus 300 Euro bis 800 Euro pro Wohnung.
  • Für thermische Solaranlagen bis 25 m² Kollektorfläche wird ein Servicescheck in Höhe von 300 Euro zur Wartung der Anlage ausgestellt.
  • Bei Neubauten mit Gas- oder Öl-Brennwertheizungen besteht eine Solarpflicht in der Bauordnung, Solaranlagen für Warmwasser erhalten in dem Fall keine Förderung.
  • Die Solaranlage muss mit einem Wärmemengenzähler ausgestattet sein.

Weitere Infos zur Förderung und der genauen Förderhöhe je nach solarem Deckungsgrad und Heizwärmebedarf finden Sie in der Energieförderungsrichtlinie 2020. Eine kompakte Übersicht finden Sie außerdem im Energiefolder 2020 auf Seite 3.

Solarpotentialkataster Vorarlberg

Solarpotentialkataster Feldkirch

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