Förderübersicht privat

Solarwärme für Private und Betriebe wird als Klimaschutzmaßnahme großzügig gefördert. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alle Förderungen für Private von Bund und Ländern. Im Schnitt liegt der Fördersatz bei 20 Prozent der Investition, innovative Anlagen erhalten bis zu 45 Prozent Förderung!

 

Bundesförderungen

Förderprogramm Solaranlagen 2019 des Klima- und Energiefonds

  • Mit einer 700 € Förderpauschale werden neu errichtete thermische Solaranlagen in Gebäuden, die älter sind als 15 Jahre (Baubewilligung vor dem Jahr 2005), gefördert.
  • Die Förderung läuft bis 30.11.2019, insgesamt stehen 500.000 € Fördermittel zur Verfügung.
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder das Österreichische Umweltzeichen oder Solar Keymark aufweisen.
Weitere Informationen zum Förderantrag sowie das aktuell noch verfügbare Förderbudget finden Sie auf der Website des Klimafonds.  

Solarhausprogramm des Klima- und Energiefonds 2019

  • Es werden innovative thermische Solaranlagen gefördert, die eine solare Deckung am Gesamtwärmebedarf eines Ein- oder Zweifamilienwohnhauses von mindestens 70 % erreichen.
  • Die Förderaktion umfasst Neubauten, Bestandsgebäude und Sanierungsprojekte.
  • Der Fördersatz beträgt bis zu 50 % Zuschuss zu den Investitionskosten, abhängig vom Heizwärmebedarf des Gebäudes.
  • Die Förderung läuft bis 28.2.2020.
  • Eine Einreichberatung ist verpflichtend.
Weitere Informationen finden Sie auf der Infoseite des Klima- und Energiefonds.  

Absetzbarkeit von Solarwärmeanlagen im Lohnsteuerausgleich

Der nachträgliche Einbau von Solaranlagen ist im Lohnsteuerausgleich als Sonderausgabe (Ausgaben zur Wohnraumsanierung) absetzbar. Nähere Informationen finden Sie im Steuerratgeber des Finanzministeriums, siehe „Das Steuerbuch 2019 – Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung (Seite 70)“.

Wien

  • Nachträglich installierte Solarwärme-Anlagen zur Warmwasserbereitung werden mit 25 % der förderbaren Investitionskosten gefördert. Maximal wird zu einem Sockelbetrag von EUR 1.000 ein Pauschalbetrag von EUR 70 zugeschossen.
  • Der Zuschuss für die Errichtung einer Solarwärme-Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung und /oder Kühlung beträgt 35% der förderbaren Investitionskosten.
  • Für Solarwärme-Anlagen mit hohen Deckungsgraden die nachweislich ein Drittel des jährlichen Heizbedarfs decken, erhöht sich der Zuschuss auf maximal EUR 3.100 für Einfamilienhäuser, EUR 4.400 für Zweifamilienhäuser, EUR 800,- pro Wohneinheit (ab 3 Wohneinheiten).

Weitere Infos zu den Förderbedingungen und Antragstellung finden Sie in der Förderrichtlinie Solarwärme-Anlagen in Wien.

Niederösterreich

  • Thermische Solaranlagen werden im Rahmen des Darlehensrahmens in der Wohnbauförderung gefördert. Für die Höhe des Darlehensrahmen werden Punkte vergeben, für 1 Punkt jeweils 300 EUR Darlehensrahmen. Das Förderungsdarlehen hat einen Tilgungszeitraum von 27,5 Jahren und ist mit 1 % jährlich dekursiv verzinst.
  • Solaranlagen zur Warmwasserbereitung erhalten 5 Punkte, Solaranlagen für Heizungsunterstützung 8 Punkte.
  • Die Mindestkollektorfläche beträgt bei Anlagen zur Warmwasserbereitung 4 m², bei Heizungsunterstützung 12 m².

Weitere Infos finden Sie in der Broschüre „Wohnbauförderung Eigenheim“. (Seite 15)

Burgenland

  • Thermische Solaranlagen werden mit 30 % der Investitionskosten gefördert, max. 1.100 EUR für Warmwasser und max. 1.800 EUR für Heizungsunterstützung
  • Die Mindest-Kollektorfläche beträgt 4 m², die Mindestgröße für den Speicher 200 Liter. Anlagen zur Heizungsunterstützung müssen mind. 15 % des Wärmebedarfes für Raumheizung decken. Der rechnerische Nachweis über den Deckungsgrad ist von einem befugten Unternehmen auszustellen.
  • Die Kollektoren müssen das „Austria Solar-Gütesiegel“ oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos zur Förderung und möglichen Bonuszahlungen bei speziellen technischen Voraussetzungen der Anlage finden Sie in der Richtlinie 2019 Alternativenergieanlagen Ein- und Zweifamilienhäuser.

Kärnten

  • Bei der Installation thermischer Solaranlagen in Eigenheimen wird der anerkannte Beitrag für die Wohnbauförderung um bis zu 6.000 EUR erhöht.
  • Bei Standard-Kollektoren wird ein Bonus von 400 EUR/m² Aperturfläche, bei Vakuum-Kollektoren 500 EUR/m² Aperturfläche ausbezahlt.
  • Pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche sind 100 Liter Speicherinhalt vorzusehen. Die Solaranlage ist mit Wärmemengenzähler auszustatten.
  • Es sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“ – Richtlinie oder dem Austria Solar“ Gütesiegel vorliegt.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie in den aktuellen Richtlinien des Landes.

Oberösterreich

Solarwärmeanlagen werden gestaffelt gefördert, die Förderung erfolgt nach Bruttokollektorfläche ohne Unterscheidung nach Flach-/Vakuumkollektoren. Gefördert wird auch der Kollektortausch bei alten bestehenden Solaranlagen.

Die Förderhöhe beträgt:

  • 4  bis 10 m² Kollektorfläche: Pauschal EUR 1.750
  • 11 bis 19 m² Kollektorfläche: EUR 175 pro m²
  • ab 20 m² Kollektorfläche: Pauschal EUR 3.500
  • Die Kollektoren müssen das „Austria Solar-Gütesiegel“ oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Steiermark

  • Thermische Solaranlagen werden im Ein- und Zweifamilienhaus mit max. 2.000 EUR für Warmwasser und max. 3.000 EUR für Heizungsunterstützung gefördert.
  • Bis 10 m² Aperturfläche beträgt die Förderung 150 EUR pro m² Kollektorfläche, für jeden weiteren m² 100 EUR.
  • Für die Heizungseinbindung mit Nachweis eines solaren Deckungsgrades > 30 % (Neubau) bzw. > 15 % (Bestand) sind obige Fördergrenzen aufgehoben.
  • Es gibt zahlreiche Förderzuschläge für effiziente Pumpen, Frischwassermodule usw., die von unter 100 EUR bis über 1.000 EUR reichen (siehe Förderbedingungen).
  • Die Kollektoren müssen das „Austria Solar-Gütesiegel“ oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Salzburg

  • Thermische Solaranlagen werden mit max. 30 % der Investitionskosten gefördert, die Staffelung der Förderhöhe erfolgt nach der Kollektorfläche:
  • Förderung für den 1. – 7. m² Kollektor je 300 EUR pro m² Kollektorfläche
  • Förderung für den 8. – 14. m² Kollektor je 150 EUR pro m² Kollektorfläche
  • Förderung für den 15. – 21. m² Kollektor je EUR 75 EUR pro m² Kollektorfläche
  • Einmalige Zusatzförderung für empfohlene Energieberatung: 100 EUR
  • Achtung: detaillierte technische Fördervoraussetzungen in Salzburg beachten!
  • Die Kollektoren müssen das „Austria Solar-Gütesiegel“ oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos finden Sie in der Richtlinie zur Förderung Thermischer Solaranlagen.

Tirol

  • Thermische Solaranlagen werden mit max. 4.200 EUR gefördert.
  • Die Förderhöhe beträgt 210 EUR pro m²Aperturfläche, bei einem Mindestvolumen des Speichers von 50 Liter pro m² Kollektorfläche.
  • Die Kollektoren müssen das „Austria Solar-Gütesiegel“ oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen und in der GET-Datenbank gelistet sein

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Vorarlberg

  • Thermische Solaranlagen werden im Ein- und Zweifamilienhaus mit 25 % bis 35 % der Investitionskosten gefördert, die Obergrenzen liegen bei 1.500 EUR bis 4.000 EUR. Die Förderhöhe richtet sich nach dem solaren Deckungsgrad und dem Heizwärmebedarf des Gebäudes. In Häusern ab 3 Wohneinheiten beträgt die max. Förderhöhe 750 EUR bis 2.000 EUR pro Gebäude plus 300 EUR bis 800 EUR pro Wohnung.
  • Für Thermische Solaranlagen bis 25 m² Kollektorfläche wird ein Servicescheck in Höhe von 300 EUR zur Wartung der Anlage ausgestellt.
  • Bei Neubauten mit Gas- oder Öl-Brennwertheizungen besteht eine Solarpflicht in der Bauordnung, Solaranlagen für Warmwasser erhalten in dem Fall keine Förderung.

Weitere Infos zur Förderung und der genauen Förderhöhe je nach solarem Deckungsgrad und Heizwärmebedarf finden Sie in der Energieförderrichtlinie 2019.

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