Solarfassade

Förderübersicht privat

Solarwärme für Private und Betriebe wird als Klimaschutzmaßnahme großzügig gefördert. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alle Förderungen für Private von Bund und Ländern. Im Schnitt liegt der Fördersatz bei 20 Prozent der Investition, innovative Anlagen erhalten bis zu 45 Prozent Förderung!

Bundesförderungen

Förderprogramm Solaranlagen 2020/2021 des Klima- und Energiefonds

Im Förderprogramm Solaranlagen 2020/2021 fördert der Klima- und Energiefonds die Errichtung von Solaranlagen zur Beheizung von Gebäuden und/oder zur Warmwasserbereitung.

  • Die Höhe der Förderung beträgt pauschal 700 Euro pro Anlage, die als einmaliger Investitionskostenzuschuss ausbezahlt werden.
  • Es dürfen auch zusätzliche Fördermittel der Länder und Gemeinden für die Anlage in Anspruch genommen werden.
  • Die Förderung läuft von 22. Juni 2020 bis 31. März 2022.
  • Weitere Infos finden Sie auf der Website des Klimafonds, im Leitfaden zum Förderprogramm oder in unserem Infoblatt.

Absetzbarkeit von Solarwärmeanlagen im Lohnsteuerausgleich

Der nachträgliche Einbau von Solaranlagen ist im Lohnsteuerausgleich als Sonderausgabe (Ausgaben zur Wohnraumsanierung) absetzbar. Nähere Informationen finden Sie im Steuerratgeber des Finanzministeriums, siehe „Das Steuerbuch 2021 – Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung (Seiten 79-80)“.

Burgenland

  • Im Burgenland werden thermische Solaranlagen mit 30 % der Investitionskosten gefördert, max. 1.100 Euro für Warmwasser und max. 1.800 Euro für Heizungsunterstützung.
  • Die Mindest-Kollektorfläche beträgt 4 m², die Mindestgröße für den Speicher 200 Liter. Anlagen zur Heizungsunterstützung müssen mind. 15 % des Wärmebedarfes für Raumheizung decken. Der rechnerische Nachweis über den Deckungsgrad ist von einem befugten Unternehmen auszustellen.
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos zur Förderung und möglichen Bonuszahlungen (zwischen 100 und 300 Euro) bei speziellen technischen Voraussetzungen der Anlage finden Sie in der auf der Website des Landes Burgenland und in der Richtlinie 2021.

Solarpotentialkataster Burgenland

Kärnten

Neubau:

  • In Kärnten wird bei der Installation thermischer Solaranlagen in Eigenheimen der anerkannte Beitrag für die Wohnbauförderung um 400 Euro pro m² Aperturfläche erhöht. Der Betrag kann auf maximal 6.000 Euro steigen.
  • Die Kollektorfläche muss mindestens 4 m² betragen. Pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche sind 70 Liter Speicherinhalt vorzusehen. Die Solaranlage ist mit Wärmemengenzähler auszustatten.
  • Es sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“-Richtlinie oder dem Austria Solar Gütesiegel vorliegt.

Sanierung:

  • Gefördert werden neu errichtete Solaranlagen bzw. Erweiterungen von bestehenden Anlagen zur Warmwasserbereitung in Gebäuden und/oder zur Beheizung von Gebäuden mit max. 35 % der förderbaren Sanierungskosten.
  • Mindestaperturfläche: 4 m²
  • Die Förderung beträgt bei Eigenheimen und sonstigen Gebäuden bis zu zwei Wohnungen höchstens € 250 pro m² Kollektor-Aperturfläche und je 70 Liter Speicherinhalt, insgesamt höchstens 3.750 Euro (15 m²) je Gebäude.
  • Es sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“-Richtlinie oder dem Austria Solar Gütesiegel vorliegt.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie in den aktuellen Richtlinien des Landes Kärnten für Neubau und Sanierung.

Solarpotentialkataster Kärnten

Niederösterreich

  • In Niederösterreich werden thermische Solaranlagen im Rahmen des Darlehensrahmens in der Wohnbauförderung gefördert. Für die Höhe des Darlehensrahmen werden Punkte vergeben, für 1 Punkt jeweils 300 Euro Darlehensrahmen. Das Förderungsdarlehen hat einen Tilgungszeitraum von 27,5 Jahren und ist mit 1 % jährlich im Nachhinein verzinst.
  • Solaranlagen zwischen 4 und 10 m² erhalten 10 Punkte, Solaranlagen über 10 m² 15 Punkte. Eine Solaranlage erhöht den Darlehensrahmen also um bis zu 4.500 Euro.
  • Bei thermischen Solaranlagen empfiehlt das Land Niederöstereich auf das Austria Solar Gütesiegel zu achten.

Weitere Infos finden Sie in der Broschüre „Wohnbauförderung Eigenheim“ (Seiten 12-13) bzw. in der Broschüre „Wohnbauförderung Eigenheimsanierung“ (Seite 17).

Für das gesamte Land Niederösterreich gibt es leider keinen Solarpotentialkataster. St. Pölten und Baden haben jeweils einen für ihre Gemeinde.

Oberösterreich

In Oberösterreich werden Solarwärmeanlagen gestaffelt gefördert, die Förderung erfolgt nach Bruttokollektorfläche ohne Unterscheidung nach Flach-/Vakuumkollektoren. Gefördert wird auch der Kollektortausch bei alten bestehenden Solaranlagen.

Die Förderhöhe beträgt:

  • 4  bis 10 m² Kollektorfläche: Pauschal 1.750 Euro
  • 11 bis 19 m² Kollektorfläche: 175 Euro pro m²
  • ab 20 m² Kollektorfläche: Pauschal 3.500 Euro
  • Kollektortausch: Pauschal 700 Euro
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier.

Solarpotentialkataster Oberösterreich

Solarpotentialkataster Linz

Solarpotentialkataster KEM Mondseeland

Salzburg

  • Thermische Solaranlagen werden mit max. 30 % der Investitionskosten gefördert, die Staffelung der Förderhöhe erfolgt nach der Kollektorfläche:
  • Förderung für den 1. – 7. m² Kollektor je 300 Euro pro m² Kollektorfläche
  • Förderung für den 8. – 14. m² Kollektor je 150 Euro pro m² Kollektorfläche
  • Förderung für den 15. – 21. m² Kollektor je EUR 75 Euro pro m² Kollektorfläche
  • Achtung: detaillierte technische Fördervoraussetzungen in Salzburg beachten (siehe Richtlinie)!
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos finden Sie in der auf der Website des Landes Salzburg, dort können Sie auch die Richtlinie downloaden. Manche Salzburger Gemeinden zahlen außerdem eine zusätzliche Förderung aus.

Solarpotentialkataster Land Salzburg

Steiermark

In der Steiermark werden thermische Solaranlagen in unterschiedlichen Bereichen gefördert:

Neubau Eigenheim:

Das Land Steiermark vergibt für die Neuerrichtung eines Eigenheims Landesdarlehen mit einer Laufzeit von 20,5 Jahren. Die jährliche Verzinsung beträgt 1% dekursiv. Bei Errichtung einer thermischen Solaranlage in Kombination mit einer Biomasse- bzw. einer Wärmepumpenheizung erhöht sich der Förderungszuschlag um 3.500 Euro. Mehr Informationen finden Sie im Informationsblatt Eigenheimförderung.

Sanierung:

Hier unterscheidet das Land Steiermark zwischen der „Kleinen Sanierung“ und der „Umfassenden energetischen Sanierung“. Für Sanierungsmaßnahmen erhält man „Ökopunkte“, nach denen sich die maximale Höhe der Förderung richtet. Maximal sind vier Ökopunkte zu erreichen. Die Errichtung einer Solaranlage bringt einen Ökopunkt. Eine genaue Aufstellung der Berechnung finden Sie in den Erläuterungen zur „Kleinen Sanierung“ und zur „Umfassenden energetischen Sanierung„.

Heizungstausch:

Um fossile Heizungen (Öl, Gas etc.) durch klimafreundliche, erneuerbare Heizsysteme zu erstezen, gewährt das Land Steiermark einmalige, nicht rückzahlbare Zuschüsse. Die Förderung beträgt maximal 30 % der förderbaren Investitionskosten und die Kollektorfläche muss jedenfalls mind. 4 m² betragen. Dabei gelten folgende Kriterien:

  • Bis 10 m² Bruttofläche beträgt die Förderung 150 Euro pro m² Kollektorfläche, für jeden weiteren m² 100 Euro.
  • Im Ein- und Zweifamilienhaus beträgt die maximale Förderhöhe 2.000 Euro bzw. 3.000 Euro mit Heizungseinbindung, ab drei Wohneinheiten beträgt die Förderung maximal 1.800 Euro plus 300 Euro pro Wohneinheit bzw. 2.700 Euro plus 500 Euro pro Wohneinheit mit Heizungseinbindung.
  • Für Hybridkollektoren gibt es einen Zuschlag von 50 Euro pro m² Kollektorfläche.
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen. Ein Wärmemengenzähler muss außerdem installiert sein.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie in der Richtlinie und im Infoblatt Solarthermie.

 

Förderungen auf der Website des Landes Steiermark

Solarpotentialkataster Steiermark

Solarpotentialkataster Graz

Tirol

  • In Tirol werden thermische Solaranlagen werden mit max. 210 Euro pro m² Aperturfläche gefördert, insgesamt sind höchstens 4.200 Euro Förderung möglich.
  • Die Speicherkapazität muss mindestens 50 Liter pro m² Kollektorfläche betragen und eine Wärmemengenzähler ist erforderlich.
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen und in der GET-Datenbank gelistet sein.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen finden Sie hier. Die Stadt Innsbruck gewährt außerdem unter Umständen einen Ökobonus beim Einbau einer Solaranlage!

Solarpotentialkataster Land Tirol

Vorarlberg

Neubau:

In Vorarlberg werden thermische Solaranlagen im Neubau mit max. 30 % der förderfähigen Kosten gefördert. Der maximale absolute Betrag liegt bei 3.500 Euro (Eigenheim) bzw. 1.750 Euro. Der maximale Förderbetrag hängt weiters vom erreichten solaren Deckungsgrad ab. Zu beachten ist auch, dass im Neubau thermische Solaranlagen mit einem solaren Deckungsgrad Warmwasser von 60 % in Kombination mit Gas-Zentralheizungen nicht förderbar sind.

Bestand:

Im Bestand fördert das Land Vorarlberg thermische Solaranlagen ebenso mit max. 30 % der förderfähigen Kosten. Hier erhöht sich jedoch der maximale absolute Betrag auf 4.000 € (Eigenheim) bzw. 2.000 Euro (Mehrwohnungshäuser ab 3 Wohneinheiten). Auch hier hängt der maximale Förderbetrag zusätzlich vom erreichten solaren Dekcungsgrad ab.

 

Allgemein gilt, dass für thermische Solaranlagen bis 25 m² Kollektorfläche ein Servicescheck in Höhe von 300 Euro zur Wartung der Anlage ausgestellt wird. Zudem müssen die Kollektoren mind. „Solar Keymark“-zertifiziert sein und ein Wärmemengenzähler vorhanden sein.

Weitere Infos zur Förderung und der genauen Förderhöhe je nach solarem Deckungsgrad und Heizwärmebedarf finden Sie in der Energieförderungsrichtlinie 2021-2022. Eine kompakte Übersicht finden Sie außerdem im Energiefolder 2021-2022 auf Seite 3.

Solarpotentialkataster Vorarlberg

Solarpotentialkataster Feldkirch

Wien

  • In Wien werden nachträglich installierte Solarwärme-Anlagen zur Warmwasserbereitung mit 25 % der förderbaren Investitionskosten gefördert. Maximal wird zu einem Sockelbetrag von 1.000 Euro ein Pauschalbetrag von 70 Euro pro m² Absorberfläche zugeschossen.
  • Der Zuschuss für die Errichtung einer Solarwärme-Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Kühlung oder bei gleichzeitiger Umstellung auf ein innovatives, klimarelevantes zentrales Heizungs-und Warmwassersystem beträgt 35 % der förderbaren Investitionskosten. Maximal wird zu einem Sockelbetrag von 1.000 Euro ein Pauschalbetrag von 100 Euro pro m² Absorberfläche zugeschossen.
  • Für Solarwärme-Anlagen mit hohen Deckungsgraden die nachweislich ein Drittel des jährlichen Heizbedarfs decken, erhöht sich der Zuschuss auf maximal 3.100 Euro für Einfamilienhäuser, 4.400 Euro für Zweifamilienhäuser, 800 Euro pro Wohneinheit (ab 3 Wohneinheiten).
  • Die Kollektoren müssen das Austria Solar Gütesiegel oder zumindest „Solar Keymark“ aufweisen.

Weitere Infos zu den Förderbedingungen und Antragstellung finden Sie hier und in der Förderrichtlinie 2020, die bis 31.12.2021 läuft.

Solarpotentialkataster Wien

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