Solarfassade

Förderübersicht betrieblich

Bundesförderungen

Mehrere Bundesförderungen für Solarwärme können von Betrieben in ganz Österreich beantragt werden:

 

Großanlagenprogramm des Klima- und Energiefonds 2021

  • Förderung für Solare Großanlagen ab 100 m² Kollektorfläche (in Themenfeld 5 schon ab 50 m²), erstmals keine Begrenzung nach oben
  • Ausschreibung läuft bis zum 24.02.2023, mit zwei jährlichen Einreichterminen:
    • 30.09.2022, 12 Uhr
    • 24.02.2023, 12 Uhr
  • Gesamtbudget beträgt 45 Millionen Euro
  • Sechs Themenfelder, um integrative Energiesysteme, neue Technologien und besonders große Anlagen (> 5.000 m²) zu forcieren
  • Bei der Projektauswahl werden Projekte mit EU-Kofinanzierung erstgereiht
  • Besonders innovative Projekte sowie Projekte über 5.000 m² Bruttokollektorfläche werden in das Begleitforschungsprogramm aufgenommen
  • Machbarkeitsstudien für Großprojekte mit mehr als 5.000 m² werden bis zu 100 % gefördert – zur Vorbereitung von Investitionen in Großanlagen

Förderprogramm Solare Großanlagen auf Website des Klima- und Energiefonds

Leitfaden zum Förderprogramm Solare Großanlagen

Website Förderprogramm Solare Großanlagen


Umweltförderung im Inland (UFI)

  • Thermische Solaranlagen bis 100 m² Kollektorfläche werden bei Standardkollektoren mit 150 EUR pro m² und bei Vakuumkollektoren mit 195 EUR pro m² Kollektorfläche gefördert. Die Förderung beträgt max. 30 % der förderfähigen Kosten.
  • Thermische Solaranlagen über 100 m² Kollektorfläche werden entsprechend der CO2-Einsparung der Anlage gefördert, hier geht’s zur Förderberechnung. Die Förderung beträgt max. 25 % der förderfähigen Kosten, die Mindestinvestition für förderfähige Anlagen liegt bei 10.000 EUR.
  • In beiden Fällen werden Anlagen zur Warmwasserbereitung, Raumheizung und Prozesswärme gefördert.

Weitere Infos zu den Förderungen und Einreichunterlagen: für Thermische Solaranlagen bis 100 m² und Thermische Solaranlagen über 100 m².


Energiezentralen zur innerbetrieblichen Wärme- und Kältebereitstellung

Das neue Förderprogramm zu Energiezentralen ist eine Zusammenführung verschiedender Förderungen unter dem Systemgedanken der Energiewende.

  • Gefördert werden Energiezentralen, die eine Kombination von besonders innovativen und energieeffizienten Maßnahmen enthalten
  • Die Förderung beträgt bis zu 45 % der förderungsfähigen Investitionsmehrkosten
  • Es müssen mindestens drei der folgenden fünf Maßnahmen gesetzt werden:
    • Errichtung einer erneuerbaren Wärme- oder Kälteanlage (z.B. Solarthermie)
    • Errichtung oder Erweiterung von innerbetrieblichen primären Verteilnetzen (z.B. Mikronetz am Firmengelände)
    • Optimierung der Energiebereitstellung/-verteilung (z.B. intelligente Regelungen, optimierte Solarspeicher inkl. Speicher- und Lastmanagement)
    • Errichtung einer Wärmerückgewinnung oder eines Free-Cooling-Systems
    • Maßnahmen zur Sektorkopplung (z.B. Einbindung von eigenen Photovoltaikanlagen

Details und Förderleitfaden finden Sie auf der Infoseite der KPC.

Burgenland

Derzeit gibt es im Burgenland keine Solarwärme-Landesförderung für Betriebe. Selbstverständlich können aber die Bundesförderungen in Anspruch genommen werden.

 

Kärnten

Alternativenergieförderung Kärnten: Die Landesförderung für Betriebe wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Baukostenzuschusses in Höhe von 50 % der anerkennbaren Investitionskosten unter Einbeziehung möglicher EU-Förderungen oder Bundesförderungen. Maximale Förderhöhe 150 € pro m2 Bruttokollektorfläche.

Gilt für: Unternehmen jeglicher Größe, Vereine, öffentliche Einrichtungen

Laufzeit: bis 31.12.2022

Infoblatt

Niederösterreich

Ökomanagement Niederösterreich: Das Land Niederösterreich fördert Beratungen im Energiebereich für Unternehmen jeglicher Größe sowie Non-Profit-Organisationen mit bis zu 50 % der Beratungskosten, bei NPOs sogar bis zu 75 %. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Förderung für Gemeinden:

Das Land Niederösterreich fördert Gemeinden bei der Investition in thermische Solaranlagen in mehreren Bereichen:

  • Im Rahmen der Bedarfszuweisung “Energie-Spar-Gemeinde” wird die Installation einer Solarwärme-Anlage auf einer öffentlichen Sportanlage oder Freizeiteinrichtung mit 30 % der Investitionskosten bzw. bis zu 5.000 € gefördert. Mehr Infos hier.
  • Gemeinden können bis zu 25 % der Kosten für die Errichtung von Solaranlagen bei Neubauten und Sanierungen von Schulen und Kindergärten vom Land NÖ gefördert bekommen. Voraussetzung ist, dass die Investitionskosten zwischen 10.000 € und 100.000 € liegen. Darüber wird ein Annuitätenzuschuss gewährt. Mehr Infos hier.
  • Gemeinden, die bereits eine Bundesförderung für Investitionen in eine erneuerbare Wärmeversorgung erhalten, können über die Aktion “Klimaschutz in Gemeinden” eine zusätzliche Förderung für u.a. die Installation einer Solarwärme-Anlage in Anspruch nehmen. Der Fördersatz beträgt max. 30 % der Investitionskosten bzw. max. 300.000 €. Mehr Infos hier.

Oberösterreich

Zusätzlich zur Bundesförderung (UFI, siehe Abschnitt “Bundesförderungen”) fördert das Land Oberösterreich Solarwärme-Anlagen wie folgt:

Landesförderung für thermische Solaranlagen kleiner 100 m2: Bei Neuanlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung beträgt die Basisförderung für Betriebe in Oberösterreich 20 % der Bundesförderung, mittlere Unternehmen bekommen einen Zuschlag von 20 %, Kleinunternehmen 30 %. Für Neuanlagen für sonstige Einsatzzwecke beträgt die Basisförderung 35 % der Bundesförderung, für KMUs gibt es ebenso den Zuschlag von 20 bzw. 30 %. Die Zuschläge sind kumulierbar. Die Gesamtförderung (Bund/Land) ist mit max. 50 % der vom Bund ermittelten förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt.

Gilt für: Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere Unternehmen, Vereine, konfessionelle Einrichtungen, Organisationen, die unternehmerisch tätig sind

Laufzeit: Bis 31.12.2022

Infoseite

 

Landesförderung für thermische Solaranlagen größer/gleich 100 m2: Bei Neuanlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung beträgt die Basisförderung für Betriebe in Oberösterreich 20 % der Bundesförderung, mittlere Unternehmen bekommen einen Zuschlag von 20 %, Kleinunternehmen 30 %. Für Neuanlagen für sonstige Einsatzzwecke beträgt die Basisförderung 35 % der Bundesförderung, für KMUs gibt es ebenso den Zuschlag von 20 bzw. 30 %.

Gilt für: Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere Unternehmen, Vereine, konfessionelle Einrichtungen, Organisationen, die unternehmerisch tätig sind

Laufzeit: Bis 31.12.2022

Infoseite

 

Weitere Fördermaßnahmen:

Betriebliches Energie-Programm (BEP): Das Land Oberösterreich fördert Unternehmen auch derauch die Optimierung bereits bestehender Solarwärme-Anlagen, um ihre Effizienz zu erhöhen. Voraussetzung ist, dass deren Inbetriebnahme länger als fünf Jahre und nicht länger als 15 Jahre zurückliegt. Maximal gefördert werden 50 % der anrechenbaren Investitionskosten bzw. maximal 3.000 €.

Gilt für: Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere Unternehmen, Vereine, konfessionelle Einrichtungen, Organisationen, die unternehmerisch tätig sind

Laufzeit: Bis 31.12.2022

Infoseite

 

Thermische Solaranlagen für Gemeinden: Auch Gemeinden werden vom Land OÖ bei der Errichtung einer Solarwärme-Anlage gefördert. Der Fördersatz beträgt 20 % der förderungsfähigen umweltrelevanten Netto-Investitionskosten. Dazu sind kumulierbare Zuschläge von jeweils 10 % möglich, wenn die Gemeinde eine Klimabündnis-Gemeinde und/oder die Finanzkraftkopfquote der Gemeinde lt. Bezirks­umlagegesetz einen Wert von 1.000 Euro unterschreitet.

Laufzeit: Bis 31.12.2022

Infoseite

Salzburg

Derzeit gibt es in Salzburg keine Solarwärme-Landesförderung für Betriebe. Selbstverständlich können aber die Bundesförderungen in Anspruch genommen werden.

 

Steiermark

Förderung von solarthermischen Anlagen: Die Landesförderung für Betriebe in der Steiermark beträgt maximal 30 % der anrechenbaren Investitionskosten bzw. maximal 5.000 € bei unternehmerischer Nutzung.

Gilt für: Kleinstunternehmen (< 10 Mitarbeiter, Jahresumsatz < 2 Mio. €)

Laufzeit: bis 31.12.2020

Infoseite

Tirol

Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes Tirol: Die Landesförderung für Betriebe beträgt bis zu 30 % der im Rahmen der „Umweltförderung im Inland“ gewährten Bundesförderung.

Gilt für: Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

Infoblatt

Vorarlberg

Energiesparen für KMU in Vorarlberg: Die Landesförderung für Betriebe beträgt bis zu 30 % der im Rahmen der „Umweltförderung im Inland“ gewährten Bundesförderung und ist mit 10.000 € pro Projekt begrenzt

Gilt für: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft gemäß EU-Definition

Infoblatt

Wien

Derzeit gibt es in Wien keine Solarwärme-Landesförderung für Betriebe. Selbstverständlich können aber die Bundesförderungen in Anspruch genommen werden.

Grundsätzlich gilt: Sämtliche Förderungen unterliegen der De-minimis-Verordnung der EU bzw. der AGVO (siehe auch AEUV Artikel 107 und 108).

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