Marktstatistik

Österreich

95 Prozent Wertschöpfung in Österreich und 1.500 Arbeitsplätze

Mit Ende des Jahres 2017 waren in Österreich 5,2 Mio. m² thermische Sonnenkollektoren in Betrieb, was einer installierten Leistung von 3,6 GWth entspricht. Der Nutzwärmeertrag dieser Anlagen lag bei 2.121 GWh. Damit werden jährlich 408.704 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden. Der Umsatz der Solarthermiebranche lag im Jahr 2017 bei rund 178 Mio. Euro, die Branche sichert 1.500 Vollzeitarbeitsplätze.

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Mit -9,1 % lag der  Marktrückgang 2017 seit 7 Jahren (2010) erstmals im einstelligen Bereich. Die Import- und Exportrate lag über die Jahre konstant bei unter 10 % Import und über 80 % Export. Die Bundesländer wiesen 2017 sehr unterschiedliche Trends auf, am stärksten war das Wachstum in Kärnten mit einem Plus von 67 %. Insgesamt ist ein Trend Richtung Großanlagen feststellbar, so verdoppelte sich die durchschnittliche Anlagengröße im Großanlagenprogramm des Klimafonds in den letzten zwei Jahren, das durchschnittliche Investitionsvolumen pro Anlage liegt bei knapp einer halben Mio. Euro.

Quelle: Marktentwicklung bei Solarwärme & Co in Österreich – Gesamtbericht 2017

Marktentwicklung 2017 (Quelle: AEE INTEC)

Neu installierte Solarwärmeanlagen 2017 nach Einsatzbereich (Quelle: AEE INTEC)

In den Bundesländern 2017 installierte Flach- und Vakuumröhrenkollektoren (Quelle: AEE INTEC)

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EU

EU-weiter Marktrückgang, einige Länder mit Marktzuwachs

In der EU wurden 2017 Kollektoren mit einer Wärmeleistung von rund 1.400 MW neu installiert. Die Länder Zypern (+1,5 %), Griechenland (+16,2 %), Ungarn (+2,6%), Irland (+2,8%), Niederlande (+7,9%), Schweden (+3,5 %) und die Schweiz (+5,5%) verzeichneten einen Marktzuwachs. Insgesamt waren Ende 2017 Solarwärmeanlagen mit einer Wärmeleistung von rund 35.200 MW in Betrieb. Der Gesamtumsatz der Branche lag bei 1,7 Mrd. Euro, mit 17.400 Beschäftigten europaweit.

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Alle Solarwärmeanlagen in der EU entlasten das Klima um 6,65 Mio. Tonnen CO2 jährlich.

Quelle: Solar Thermal Markets in Europe 2017

Data Highlights 2017

Installierte Solarwärmeleistung EU (Quelle: Solar Heat Europe)

Vergleich aktueller Solarwärmeausbau zu Ausbauziel 2020 (Quelle: Solar Heat Europe)

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Weltmarkt

Globaler Aufschwung bei Großanlagen, Wachstumsmärkte Indien, Mexiko und Türkei

Mit 472 GWth bis Ende 2017 addierten sich solare Wärme und Kälte erneut zum größten Solarsektor weltweit, der akutelle Solar Heat Worldwide Bericht betont außerdem die zunehmende Nutzung von Megawattanlagen für die solare Beheizung und Kühlung großer öffentlicher und privater Gebäude sowie von Fabriken. Im Jahr 2016 beschäftigte der globale Solarthermie-Sektor 708.000 Menschen und erreichte einen weltweiten Umsatz von 16 Milliarden Euro.

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Solarwärme für Industrieprozesse erlebte 2017 ein Rekordjahr. Die meisten Installationen entstanden in Indien und Mexiko. Auch solare Fernwärme wuchs im Jahr 2017 um 15 Anlagen – vor allem in den etablierten Märkten wie Österreich, China, Dänemark, Deutschland und Schweden. Erste Anlagen über 500 m² (350 kWth) wurden auch in Frankreich, Serbien, Australien und Kirgisistan in Betrieb genommen.

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs mit anderen erneuerbaren Heiztechnologien im Wohnbau und anhaltend niedriger Energiepreise ging die Neuinstallation von Solarwärmeanlagen in China und Europa um rund 35 GWth im Vergleich zum Vorjahr zurück, ein Rückgang um 4,2 %. Marktwachstum konnten hingegen Indien (26 %), Mexiko (7 %) und die Türkei (4 %) verzeichnen.

Quelle: Solar Heat Worldwide Bericht 2018

China und Europa waren erneut die größten Märkte für Solarwärme und -kälte (Quelle: IEA)

Vergleich Investitionskosten und Solarwärme-Gestehungskosten weltweit (Quelle: IEA)

Steigende Nachfrage nach Großanlagen für solare Fernwärme und große Wohn-, Gewerbe- und öffentliche Gebäude weltweit – jährlicher Zuwachs und kumulierte Fläche in Betrieb im Jahr 2017 (Quelle: IEA)

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Potenzial

Solarwärme könnte in Österreich jedes zweite Gebäude versorgen

In den letzten fünf Jahren hat sich die solar produzierte Wärmemenge in der EU auf fast 50.000 GWh verdoppelt, auch wenn die jährlichen Ausbaumengen rückläufig sind. Der Ausbau fand vor allem bei der solaren Versorgung von Gebäuden statt, in Dänemark ist auch ein Boom bei solaren Fernwärmeanlagen zu beobachten. Wie sich diese Entwicklung in Zukunft fortsetzen wird und welchen Beitrag Solarwärme zu den europäischen Klimazielen leisten kann, wurde in einer im August 2017 veröffentlichten IEA-Studie am Beispiel Österreich, Deutschland, Italien und Dänemark untersucht. In den Szenarien wird von einer Verdopplung der fossilen Energiepreise bis 2050 und einer Kostensenkung bei Solarwärme von 25 bis 35 Prozent ausgegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass Solarwärme langfristig vor allem fossile Energieträger ersetzen wird, andere erneuerbare Wärmetechnologien wie Biomasse, Wärmepumpe, Abwärme werden aufgrund niedriger Wärmeerzeugungskosten zu Solaranlagen eher in Konkurrenz stehen. Den größten ökonomischen Vorteil wird Solarwärme in Südeuropa liefern, in unseren Breiten werden aus wirtschaftlichen Gründen eher Großanlagen dominieren. Für Österreich wurde ein technisches Potenzial von jährlich bis zu 7.000 GWh Solarwärme errechnet, was bedeuten würden, dass jedes zweite Gebäude mit Solarwärme versorgt wird. Derzeit liegt die heimische solare Wärmeproduktion bei 2.121 GWh pro Jahr, laut IEA-Studie beträgt das Potenzial langfristig mehr als das Dreifache dieses Wertes.

IEA SHC Task 52: Solar Thermal and Energy Economy in Urban Environments – Country cases for Germany, Austria, Italy and Denmark

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