Marktstatistik

Österreich

Über 425.000 eingesparte Tonnen CO2 pro Jahr und 1.400 gesicherte Vollzeitarbeitsplätze

Laut Marktstatistik waren mit Ende des Jahres 2018 in Österreich 5,1 Mio. m² thermische Sonnenkollektoren in Betrieb, was einer installierten Leistung von ca. 3,6 GWth entspricht. Der Nutzwärmeertrag dieser Anlagen lag bei 2.104 GWh. Damit werden jährlich 425.434 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden. Der Umsatz der Solarthermiebranche lag im Jahr 2018 bei rund 164 Mio. Euro, die Branche sichert 1.400 Vollzeitarbeitsplätze.

EU

EU-weiter Marktrückgang, einige Länder mit Marktzuwachs

In der EU wurden 2017 Kollektoren mit einer Wärmeleistung von rund 1.400 MW neu installiert. Die Länder Zypern (+1,5 %), Griechenland (+16,2 %), Ungarn (+2,6%), Irland (+2,8%), Niederlande (+7,9%), Schweden (+3,5 %) und die Schweiz (+5,5%) verzeichneten einen Marktzuwachs. Insgesamt waren Ende 2017 Solarwärmeanlagen mit einer Wärmeleistung von rund 35.200 MW in Betrieb. Der Gesamtumsatz der Branche lag bei 1,7 Mrd. Euro, mit 17.400 Beschäftigten europaweit.

Weltmarkt

Globaler Aufschwung bei Großanlagen, sehr starkes Wachstum in Dänemark und Polen

Auf den weltweiten Märkten für Solarwärme und solare Kühlung zeichnete sich im Jahr 2018 eine positive Trendwende ab. Erstmals seit 2015 stieg die Nachfrage in den meisten größeren Märkten außerhalb Chinas an, China ist nicht mehr der alleinige Motor der Solarentwicklung. Zehn der 20 größten Solarwärme- und -kühlungsmärkte verzeichneten ein Wachstum, allen voran Polen (+179 %) und Dänemark (+128 %). Die Gründe für die Trendumkehr sind eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von Solarwärmeanlagen, steigendes Interesse bei gewerblichen und industriellen Kunden und eine verstärkte Luftreinhaltepolitik in mehreren Ländern, so der aktuelle Solar Heat Worldwide Bericht.

Potenzial

Solarwärme könnte in Österreich jedes zweite Gebäude versorgen

In den letzten fünf Jahren hat sich die solar produzierte Wärmemenge in der EU auf fast 50.000 GWh verdoppelt, auch wenn die jährlichen Ausbaumengen rückläufig sind. Der Ausbau fand vor allem bei der solaren Versorgung von Gebäuden statt, in Dänemark ist auch ein Boom bei solaren Fernwärmeanlagen zu beobachten. Wie sich diese Entwicklung in Zukunft fortsetzen wird und welchen Beitrag Solarwärme zu den europäischen Klimazielen leisten kann, wurde in einer im August 2017 veröffentlichten IEA-Studie am Beispiel Österreich, Deutschland, Italien und Dänemark untersucht. In den Szenarien wird von einer Verdopplung der fossilen Energiepreise bis 2050 und einer Kostensenkung bei Solarwärme von 25 bis 35 Prozent ausgegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass Solarwärme langfristig vor allem fossile Energieträger ersetzen wird, andere erneuerbare Wärmetechnologien wie Biomasse, Wärmepumpe, Abwärme werden aufgrund niedriger Wärmeerzeugungskosten zu Solaranlagen eher in Konkurrenz stehen. Den größten ökonomischen Vorteil wird Solarwärme in Südeuropa liefern, in unseren Breiten werden aus wirtschaftlichen Gründen eher Großanlagen dominieren. Für Österreich wurde ein technisches Potenzial von jährlich bis zu 7.000 GWh Solarwärme errechnet, was bedeuten würden, dass jedes zweite Gebäude mit Solarwärme versorgt wird. Derzeit liegt die heimische solare Wärmeproduktion bei 2.121 GWh pro Jahr, laut IEA-Studie beträgt das Potenzial langfristig mehr als das Dreifache dieses Wertes.

IEA SHC Task 52: Solar Thermal and Energy Economy in Urban Environments – Country cases for Germany, Austria, Italy and Denmark

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