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Sonne & Energie
Tag der Sonne
Einfamilienhaus
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Häufige Fragen Allgemeine Fragen
Solaranlagen nutzen die Sonne auf relativ einfache und dabei äußerst effiziente Weise. Schwarz beschichtete Absorber aus Kupfer oder Aluminium fangen die Sonnenstrahlen ein und geben die Wärme an das Wasser ab, das sie durchströmt. Jeder kennt diesen Effekt vom Gartenschlauch, der nach einiger Zeit in der Sonne ziemlich heißes Wasser enthält. Die Absorber sind mit spezieller Beschichtung versehen, um möglichst wenig der erzeugten Wärme wieder an die Umgebung abzugeben. Die Absorber werden mit Glas abgedeckt, rückseitig gedämmt und mit einer Metall- oder Holzummantelung dicht verschlossen, so dass möglichst wenig der wertvollen Sonnenwärme wieder nach außen dringen kann. So entsteht der sogenannte Sonnenkollektor, mit einem Wirkungsgrad von meist über 40 Prozent, d.h. aus den bei uns rund 1.000 kWh Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter (m²) und Jahr werden rund 400 kWh Warmwasser gewonnen. Diese wird in einem Solarspeicher gesammelt und in die Sanitär- und Heizungsinstallation im Haus eingespeist.
Die Sonne strahlt binnen drei Stunden (!) die gleiche Menge Energie auf die Erde, wie pro Jahr von der gesamten Erdbevölkerung verbraucht wird. In Österreich liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund 1.100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Die höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1.400 kWh. Damit ist in ganz Österreich genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um eine Solaranlage effizient zu betreiben. Ein Beispiel: Eine Solaranlage mit 6 m² Kollektorfläche und 300 Liter Solarspeicher erzeugt in 25 Jahren 60.000 kWh Energie für die Warmwasserbereitung. Dadurch wird der Umwelt 1 Tonne CO2-Emissionen pro Jahr erspart. Mit 15 m² Kollektorfläche und 1.000 Liter Solarspeicher werden 120.000 kWh Energie für Warmwasser und Raumheizung erzeugt. Die Umwelt profitiert von 2 Tonnen weniger pro Jahr an CO2-Emissionen, das entspricht den Emissionen von einem Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km).
In allen Bundesländern und in vielen Gemeinden erhalten sie eine Solaranlagenförderung. Nach einer einmaligen Investition liefert sie auf mindestens 20 Jahre fast kostenloses Warmwasser, unabhängig von den allgemeinen Energiepreisen.
Rund 240.000 Haushalte nutzen bereits die Sonne für Warmwasser und Raumheizung und sparen sich dadurch rund 100 Millionen Euro an Energiekosten pro Jahr. Bereits zwei von drei neuen Solaranlage dienen der Heizungsunterstützung. 3.000 Solaranlagen sind im Mehrfamilienwohnbau errichtet, weitere 3.500 in Tourismusbetrieben. Bislang sind etwa 20 Prozent aller Einfamilienhäuser mit einer Solaranlage ausgestattet, in Geschoßwohnbauten werden jedoch erst zwei von hundert Wohnungen solar versorgt. Im Tourismus nutzen rund 15 Prozent der Betriebe die Sonne.
Im Vergleich zu einem sonnigen Tag steht der Solaranlage an einem bewölkten Tag im Sommer immer noch bis zu 80 Prozent der Strahlung zur Verfügung, da sie auch die diffuse Strahlung (von den Wolken reflektiert) nützt. An einem bewölkten Wintertag sind es immerhin noch 25 Prozent der Strahlung eines Sonnentages.
Das solar erwärmte Wasser wird in einem Solarspeicher gesammelt, der mehr als doppelt so groß ist wie der tägliche Warmwasserbedarf der gesamten Familie. Was die Sonne nicht schafft, wird von der Zentralheizung oder elektrisch nachgeheizt.
Der einfachste Solaranlagentyp liefert die Energie für das Warmwasser in Küche und Bad. Übers Jahr gesehen können hier bis zu 60 Prozent des benötigten Warmwassers von der Sonne bereit gestellt werden. Der Rest wird vom Heizkessel bei bedarf aufgeheizt. Für einen Vier-Personen-Haushalt genügen 6 m² Flachkollektoren bzw. 4 m² Vakuumröhrenkollektoren auf dem Dach und ein 300 Liter Speicher im Keller.
Besonders in gut gedämmten Häusern in Niedrigenergie- und Passivbauweise kann die Sonne bis zu 50 Prozent der benötigten Heizenergie übers Jahr liefern. Voraussetzung ist eine sogenannte Niedertemperaturheizung (Fußboden- oder Wandheizung, Großflächenradiatoren), die nur geringe Vorlauftemperaturen braucht. Die teilsolare Raumheizung ist eine Kombination aus einer Solaranlage mit Pufferspeicher und einer Zusatzheizung mit zum Beispiel Holz, Wärmepumpe, Öl oder Gas. Bei der Dimensionierung der Solaranlage empfiehlt sich eine 16 - 20 m² große Kollektoranlage in Verbindung mit einem Pufferspeicher von 1.000 bis 1.500 Liter. Kurzfristige Schwankungen in den Übergangsmonaten werden vom Pufferspeicher überbrückt.
Einbau und Wartung
Jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht mehr als 45° von Süden abweicht, ist prinzipiell für Solaranlagen geeignet. Auch südseitige Fassaden eignen sich sehr gut als Fläche für Solaranlagen.
Üblicherweise nicht, nur wenn sie ein denkmalgeschütztes Gebäude haben. Dann müssen sie das Denkmalamt von ihrem Vorhaben informieren. Zumeist ist eine Solaranlage jedoch anzeigenpflichtig, zumindest in NÖ (Bauordnung §15) und OÖ (bei mehr als 20 m², Bauordnung §25). Im Land Salzburg bedürfen Solaranlagen gemäß §2 Abs. 2 Ziff 20 BauPolG keiner Bewilligung, wenn diese höchstens 25 Prozent der Dachfläche in Anspruch nehmen und parallel zur Dachfläche auf dieser aufliegen oder in dieser eingefügt sind. Im Fall einer Aufständerung der Solaranlage auf dem Dach besteht gemäß §10 BaupolG eine Bewilligungspflicht. In Kärnten bedürfen die Errichtung, die Änderung und der Abbruch von nicht in die Dachfläche integrierten Solaranlagen bis zu 16m² Fläche keiner Baubewilligung.
Melden Sie die Solaranlage umgehend bei ihrer Haushaltsversicherung an, damit diese in den Versicherungsschutz (indirekter Blitzschlag, - betrifft vor allem die elektrische Steuerung und Glasbruch) aufgenommen wird (meist keine Prämienerhöhung).
Keine Sorge - die Einbausysteme sind sicher und hunderttausendfach erprobt. Sollte einmal dennoch ein Fehler passieren, garantiert der Handwerker für seine Arbeit.
Eine standardisierte Solaranlage ist heutzutage im Neubau in einem Tag komplett installiert. Meist werden Kollektoren, Speicher und Solarkreiskomponenten im Set angeboten. Dies ist kostengünstiger und erleichtert dem Monteur die Arbeit. Bei der Montage kann so praktisch kein Fehler mehr gemacht werden. Für Sie bleibt wenig zu tun – außer die Handwerker mit frischem Kaffee zu versorgen.
Vom Kollektorfeld bis zum Heizraum werden zwei speziell wärmegedämmte Rohrleitungen verlegt. Bei nachträglichem Einbau werden diese entweder in einem freien Kamin oder Lüftungsschacht oder in einem eigenen „Regen-Fallrohr“ an der Außenwand verlegt. Nein, bei Inbetriebnahme wird der Regler vom Handwerker fachmännisch eingestellt, danach sind keinerlei Eingriffe mehr nötig, die Anlage läuft vollautomatisch.
Alle drei Jahre sollte die Solaranlage auf Frostsicherheit geprüft werden. Dabei wird auch gleich der pH-Wert der Solarflüssigkeit geprüft, um eine möglichst lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Am Besten lässt sich das zusammen mit der periodischen Überprüfung der Heizungsanlage erledigen. Alle marktgängigen Kollektoren sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Gegen Blitzschlag sollten die Kollektoren an die Blitzschutzanlage des Hauses angeschlossen werden. Gemäß Qualitätstest nach der Europanorm EN 12975-2 sind Kollektoren auf mindestens 1.000 Pascal Druck geprüft, das entspricht ca. 10 bis 25 cm feuchtem Neuschnee am Kollektor. Die meisten Kollektoren halten ein vielfaches davon aus, erst bei meterhohem Schneebelag kann es zu Glasbruch kommen. Darum ist es wichtig, die Solaranlage bei der Haushaltsversicherung anzumelden (meist keine Prämienerhöhung). An wen soll ich mich bei Interesse am Besten wenden?
Unter dieser Telefonnummer erhalten Sie Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr eine kostenlose und fachkundige Beratung zu allen Fragen rund um Solaranlagen. Es beraten Sie Solarexperten mit langjähriger Erfahrung.
Fragen Sie Ihren Installateur nach einer Solaranlage. Eine Übersicht über spezialisierte Installateure (SolarPartner-Betriebe) finden Sie hier. Fragen Sie nach einer Solarförderung in Ihrer Gemeinde! Eine Übersicht über alle Solarförderung in den Bundesländern finden Sie hier. Nehmen Sie eine kostenlose Energieberatung in Ihrer Umgebung in Anspruch, um sich von unabhängiger Seite über Solaranlagen zu informieren. Austria Solar haftet nicht für Schäden, die aus inkorrekten oder verspäteten Inhalten oder aus Handlungen resultieren, die im Vertrauen auf die Richtigkeit des Inhaltes getätigt wurden. Die auf dieser Website oder in Dokumenten auf dieser Website enthaltenen Informationen stellen keine verbindliche Beratung, sondern lediglich eine unverbindliche Information dar. Da einige Links außerhalb unseres Einflusses liegen, können wir für den Inhalt und die Gestaltung dieser Sites keine Haftung übernehmen. |
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