Solarfassade

Aktuelles aus der Branche

Das Solarthermie-Jahrbuch 2021 ist da!

25. März, 2021

Nachdem die ersten beiden Ausgaben 2019 und 2020 erschienen sind, ist jetzt das Solarthermie-Jahrbuch 2021 da! Es fasst die aktuelle Entwicklung zusammen, stellt Leuchtturmprojekte vor und skizziert zukünftige Energieversorgungskonzepte für klimaneutrale Quartiere.

Im Fokus der heurigen Ausgabe steht die Solararchitektur. „Die optisch ansprechende Integration der Solarkollektoren in die Gebäudehülle sollte zwar inzwischen selbstverständlich sein, aber noch immer werden zu viele Solaranlagen lieblos aufs Dach geschraubt. Nur wenn die Solararchitektur den Anspruch einer ganzheitlichen Betrachtungsweise erfüllt, dann kann sie sich durchsetzen“, sagt Herausgeber Detlef Koenemann.

Solarthermie-Jahrbuch 2021
Solarthermie-Jahrbuch 2021

Im Solarthermie-Jahrbuch 2021 werden deshalb auch diesmal Leuchtturmprojekte vorgestellt, die sich sowohl durch eine durchdachte Energieversorgung als auch durch eine ansprechende Architektur auszeichnen. Zum Beispiel das Aquahotel in Radolfzell, das aus einem ehemaligen Wasserturm entstand. Oder das Studentenwohnheim in Dornbirn, in dessen Energiedach die solarthermischen und photovoltaischen Elemente so eingebaut sind, dass es wie eine homogene, geschlossene Fläche aussieht, die nur durch die Dachfenster unterbrochen wird. Ein anderes Beispiel ist der Luftkollektor, der in die Fassade der Großglocknerhütte integriert ist und das Innere mit temperierter Frischluft versorgt.

Aber Leuchtturmprojekte kann sich nicht jeder leisten. Wenn die Solarthermie möglichst viele Gebäude mit Wärme versorgen soll, dann muss die Architektur eine preisgünstige Bauweise ermöglichen, die sich an die örtlichen Gegebenheiten anpasst und auch auf bestehende Bebauungspläne Rücksicht nimmt. Auch dafür liefert das Solarthermie-Jahrbuch 2021 mehrere tolle Beispiele.

Da dass Solarthermie-Jahrbuch seit jeher den Anspruch hat, die Solarwärme in all ihren Facetten abzubilden, werden natürlich auch andere Bereiche der Branche beleuchtet. Beispielsweise das Projekt Sol4City, das sich der Entwicklung integrierter solarer Energieversorgungskonzepte für klimaneutrale Gebäude der „Stadt der Zukunft“ widmet.

Das Solarthermie-Jahrbuch 2021 kostet 14 Euro inklusive Versand. Es kann unter diesem Link bestellt werden, genauso wie die beiden letztjährigen Ausgabe. Im Paket kosten alle drei Ausgaben übrigens nur 22 Euro!

Website Solarthermie-Jahrbuch

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Veranstaltungsreihe „Wir bauen auf die Sonne“ war voller Erfolg

18. März, 2021

Vom 27. Jänner bis zum 17. Februar fand die dreiteilige Online-Veranstaltungsreihe „Wir bauen auf die Sonne“ statt. Mit über 200 Teilnehmer*innen war die Veranstaltung ein voller Erfolg! Für alle, die nicht dabei sein konnten, stehen jetzt die Aufzeichnungen in voller Länge zur Nachschau zur Verfügung.

Bei den von Austria Solar in Kooperation mit Photovoltaic Austria, der Wirtschaftsagentur Wien und der Stadt Wien – Energieplanung organisierten Events wurden zahlreiche aktuelle Beispiele von Gebäuden, die sich dank der Sonne selbst mit Energie versorgen, präsentiert. Das Motto „Wir bauen auf die Sonne“ ist hochaktuell, denn seit 2021 müssen sich nach einer EU-Richtlinie alle Neubauten mit erneuerbarer Energie vor Ort versorgen. Diese Häuser weisen eine sehr hohe Gesamtenergieeffizienz auf und brauchen kaum mehr Energie für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung. Der Energiebedarf muss darüber hinaus aus erneuerbaren, möglichst regionalen Energiequellen gedeckt werden.

Der erste Teil der Veranstaltung fand am 27.1. statt und widmete sich dem Thema Solartechnik und Begrünung. Zahlreiche Expert*innen zeigten, wie begrünte Gebäude ideal mit solarer Energieversorgung kombiniert werden können und dabei tolle Synergien entstehen. Die Aufzeichnung finden Sie hier, das Programm hier.

Der zweite Teil legte am 10.2. einen Schwerpunkt auf Solartechnik im Bestandsgebäude. Es wurden mehrere exzellente Beispiele für gelungene Sanierungsprojekte vorgestellt, in denen Solarwärme und Photovoltaik die Energieversorgung sichern. Die Aufzeichnung finden Sie hier, das Programm hier.

Der dritte Teil konzetrierte sich schließlich am 17.2. auf das Thema Solartechnik und Neubau. Erneut wurden viele spannende Best-Practice-Beispiele präsentiert. Die Aufzeichnung finden Sie hier, das Programm hier.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unseren Kooperationspartnern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und bei den über 200 Teilnehmer*innen für die großartige Resonanz, uns hat sehr viel positives Feedback erreicht!

Wirtschaftsagentur Wien

Photovoltaic Austria

Stadt Wien – Energieplanung

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Spatenstich für Mega-Solaranlage in Friesach

22. Februar, 2021

In Friesach (Kärnten) entsteht gerade Österreichs größte zusammenhängende Solaranlage. Sie wird zukünftig 15 % des Wärmebedarfs des Friesacher Fernwärmenetzes liefern. Mit einer Kollektorfläche von 5.750 m2 ist die Anlage die größte Österreichs, die in einem Stück geplant wurde.

Erst im Oktober 2020 wurde mit der Solaren Großanlage in Mürzzuschlag die zweitgrößte Solaranlage in Österreich eröffnet, lange dürfte sie diesen Titel allerdings nicht behalten, denn die 436 Kollektoren (produziert vom Kärntner Austria Solar-Mitglied GREENoneTEC) übertreffen die steirische Anlage flächenmäßig noch einmal um ein paar hundert Quadratmeter. Nimmt man nur zusammenhängende Solaranlagen her, wird Friesach sogar landesweit die größte sein.

Errichtet und betrieben wird die Mega-Solaranlage vom Unternehmen „Unser Kraftwerk“, das die durch die Sonne erzeugte Wärme an die KELAG Energie & Wärme GmbH liefert, die das Friesacher Fernwärmenetz betreibt. Fertig werden soll die Anlage mitsamt eines Pufferspeichers in einer Größe von 1.000 m3 schon im Sommer 2021, ab dann werden 15 % des jährlichen Wärmebedarfs über die Sonne und nicht mehr über das Biomasseheizwerk gedeckt werden müssen. So lassen sich jedes Jahr über 600 Tonnen Hackschnitzel einsparen.

Für die Fachplanung der Anlage wurde übrigens das Ingenieurbüro Solar Engineering Guggenberger engagiert, ebenfalls Austria Solar-Mitglied. Damit sind alle vier wesentlich beteiligten Unternehmen aus Kärnten, worüber sich auch GREENoneTEC-Geschäftsführer Robert Kanduth freut: „80 % der Wertschöpfung dieser Investition bleiben in Kärnten, ich hoffe, dass noch weitere Biomasseheizwerke mit Fernwärmesystemen in Österreich mit Solarthermie kombiniert werden.“

Die Projektpartner bei der Pressekonferenz zum Baubeginn (Copyright Foto: KELAG)

Spannend ist auch das Finanzierungsmodell der Solaren Großanlage in Friesach, denn „Unser Kraftwerk“ finanziert die Investition von rund zwei Millionen Euro in die Solarthermieanlage und in den Pufferspeicher zum Teil über ein Bürgerbeteiligungsmodell. „Wir bieten interessierten Kleininvestoren den Kauf einzelner Sonnenkollektoren an und mieten sie gegen eine fixe jährliche Pacht von 3 % der Investitionssumme zurück. Es freut uns, dass wir für unsere Bürgerbeteiligungsmodelle sehr viele Investoren aus der Region gewinnen können, bei PV-Projekten haben wir sehr gute Erfahrungen mit dieser Form der Bürgerbeteiligung gemacht, sodass wir dieses Modell auch für die Solarthermie Friesach anwenden“, sagt dazu Gerhard Rabensteiner, Geschäftsführer von „Unser Kraftwerk“.

Schließlich ist auch die Kärntner Politik mehr als erfreut über das Friesacher Solarwärme-Projekt, speziell weil es einen großen Beitrag zum Klimaschutz im Land beiträgt, wie Landesrätin Sara Schaar betont: „Die Errichtung dieser Solarthermieanlage ist ein Musterbeispiel dafür, wie große öffentliche Einrichtungen (wie z. B. das Krankenhaus Friesach) effizient mit emissionsfreier Sonnenwärme versorgt werden können. Gleichzeitig werden CO2 eingespart und die Luftgüte verbessert – ein Musterprojekt im Sinne des Klimaschutzes und ein weiterer Vorreiter in der Kärntner Biomassefernwärmelandschaft!“

Presseaussendung KEW

Fernsehbericht KT1

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