Solarfassade
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Hartberg feiert 30 Jahre Solaranlagen mit Solar-Check-Aktion

17. Juni, 2021

Seit 30 Jahren werden in Hartberg solarthermische Anlagen installiert. Zum Jubiläumsjahr gibt es jetzt eine eigene Solar-Check-Aktion um die Anlagen auf die aktuelle Leistung hin zu prüfen. 

Unsere Sonne schickt uns keine Rechnung 

Von Jährlich 1.100 kWh Sonnen-Einstrahlung pro m2 kann eine solar-thermische Anlage bis zu 500 kWh in Form von warmem Wasser einfangen. Mit dieser Energie können Warmwasser erzeugt oder tlw. auch Gebäude beheizt werden. 

In der Stadtgemeinde Hartberg werden seit 1991 Solaranlagen errichtet. Über die vergangenen Jahre sind es insgesamt 210 Anlagen geworden. Diese produzierten in diesem Zeitraum eine beachtliche Energiemenge von 6.668 MWh an Wärme. Damit konnten über 666.000 Liter an fossilem Heizöl eingespart werden. Oder anders dargestellt: Über 400 Einfamilienhäuser können mit dieser Energie ein Jahr lang beheizt werden. 

30 Jahre Solaranlagen in Hartberg 

Die ersten Solaranlagen wurden in Form von Selbstbaugruppen errichtet. Einer der ersten Region war Fam. Petz aus Habersdorf. „Meine Solaranlage ist jetzt schon 30 Jahre alt und funktioniert noch immer tadellos. Im Sommer erreichen wir Vorlauftemperaturen von bis zu 80 Grad. Warmwasser, welches mir gratis zur Verfügung steht“, ist Erwin Petz sichtlich stolz auf die sich längst amortisierte Investition.

Erwin Petz vor seiner 30 Jahre alten Solaranlage, die immer noch tadellos läuft. (Foto: Alfred Mayer)
V.l.n.r.: Marcus Martschitsch (Bürgermeister Hartberg), Erwin Petz (Solaranlagenbesitzer), Simon Schalk (Reiterer & Scherling), Johann Winkler (Ortsvorsteher Habersdorf), Josef Fink (Ortsvorsteher Eggendorf) und Anton Schuller (Referatsleiter Umwelt und Energie der Gemeinde Hartberg, Modellregions-Manager Hartberg)
Solaranlagen-Check: 

Solaranlagen funktionieren aufgrund der massiven Bauweise sehr lange und gehen eigentlich nicht kaputt. Wichtig ist jedoch, dass die Solaranlage das ganze Jahr über richtig funktioniert. Mitunter sind Anlagen nicht perfekt eingestellt oder müssen gewartet werden. Sonst liefern diese nicht den erwarteten Ertrag und man muss mit anderen, extra zu bezahlenden Energieformen, zuheizen. Mögliche Probleme können eine falsche Einstellung der Steuerung oder defekte Sensoren, Selbstzirkulation, falsch eingestellte Elektro-Zusatzheizmodule oder zu geringer Frostschutz sein. 

Um die Funktion zu erheben bietet die Klima- und Energiemodellregion Hartberg eine Vor-Ort-Beratung im eigenen Haus an. Dabei wird eine Überprüfung der Solaranlage sowie eine Energiesparberatung durchgeführt. Zusätzlich werden Einsparpotentiale wie Pumpentausch und hydraulischer Abgleich besprochen. Weiters werden Fördermöglichkeiten für Heizungsumstellungen und energetische Sanierungsmaßnahmen vorgestellt. Bei dieser geförderten Beratungsaktion vom Land Steiermark im Wert von € 200,- sind vom Kunden nur € 50,- zu bezahlen. 

Als externer Energie-Berater macht Herr Simon Schalk, BSC, Fa. Reiterer & Scherling, diese Beratungen. Ein Beratungstermin kann unter +43 664 497 66 85 gebucht werden. Weitere EnergieberaterInnen finden Sie unter www.net-eb.at.

Stadtgemeinde Hartberg

Stadtwerke Hartberg

Mehr Aktuelles aus der Branche

45 Millionen: Förderung für Solare Großanlagen massiv aufgestockt

27. April, 2021

Mit dem heute gestarteten Förderprogramm für solare Großanlagen katapultiert sich Österreich an die Weltspitze der Solarländer. Der Ausstieg aus fossiler Energie bei Fernwärme und Industrie wird dadurch beschleunigt.

„Mit dem 45 Millionen Euro schweren Programm wird ein neues Zeitalter für die Solarenergie eingeläutet, diese Offensive für Solare Großanlagen katapultiert Österreich an die Weltspitze der Solarländer“, zeigt sich Robert Kanduth, Obmann des Verbandes Austria Solar, erfreut. „Mit der aktuellen Ausschreibung des Klima- und Energiefonds stehen für zwei Jahre mehr Mittel zur Verfügung als die letzten zehn Jahre zusammen“, so Kanduth.

Solare Fernwärme für alle

„Mit dem Förderprogramm sind jetzt echte Megawattanlagen in der Fernwärme möglich, die den Ausstieg aus fossiler Energie beschleunigen“, betont Kanduth. Derzeit heizt über eine Million Haushalte mit Fernwärme, fast die Hälfte davon wird mit fossilem Erdgas erzeugt. In der Offensive des Klimafonds werden nun Solarprojekte über 5.000 Quadratmeter Kollektorfläche besonders gefördert, in dieser Größenordnung gibt es erst wenige Anlagen in Österreich.

Solare Fernwärme hilft den Energieversorgern, das Ziel einer CO2-freien Wärmeversor­gung rascher zu erreichen. Solarwärme im städtischen Fernwärmenetz ist seit 20 Jahren erprobt und heute Stand der Technik. Mit dem Fördervolumen von 45 Millionen Euro werden Investitionen von rund 150 Millionen Euro angestoßen. Die Errichtung der Anlagen erfolgt zu 75 Prozent mit heimischer Wertschöpfung, die Solaroffensive ist ein Konjunkturmotor, der bei Herstellern und Handwerk in der Region wirkt.

Industrie auf Solarkurs

Auch Unternehmen profitieren von der aktuellen Ausschreibung, sie können ihre Energieversorgung damit weitgehend auf Sonnenenergie umstellen, um Kosten und Emissionen zu sparen. Die betroffenen Industrien reichen von der Betonherstellung über metallverarbeitende Unternehmen bis zu Lebensmittelbetrieben. „Die Industrie wird mit der Offensive unterstützt, beim Hochfahren nach der Coronakrise in Klimaschutz zu investieren“, ist Kanduth überzeugt. Die Solaroffensive des Förderprogramms hilft mit, auch die Wirtschaft rascher in eine nachhaltige Zukunft zu führen.

Website des Förderprogramms Solare Großanlagen

Leitfaden des Förderprogramms

Übersicht zu allen betrieblichen Solarwärme-Förderungen

Copyright Beitragsbild: Savosolar

Förderung für Solaranlagen um ein Jahr verlängert!

12. April, 2021

Sonne nutzen leicht gemacht – der Klima- und Energiefonds verlängert 700 Euro Förderung bis März 2022!

Die Covid-19-Pandemie hat zu einem Sinneswandel beim Klimawandel geführt. Viele Menschen fordern eine konsequentere Umsetzung der Klimaziele, wie Umfragen zeigen. Der Klimafonds verlängerte daher die Förderaktion für private Solarwärmeanlagen bis 31. März 2022, um den Umstieg auf die Sonne zu erleichtern.

„Zwei Drittel aller Menschen wollen in den eigenen vier Wänden auf eine klimafreundliche Heizung umsteigen“, sagt Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar. Dieser erfreuliche Trend ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.000 Österreicherinnen und Österreicher, die Anfang des Jahres im Auftrag des Heizungskonzerns Stiebel Eltron durchgeführt wurde. Die Diskussionen um verstärkte Klimamaßnahmen in der EU, Stichwort Green Deal, und die für 2022 angekündigte CO2-Steuer machen deutlich, dass das fossile Zeitalter zu Ende geht. „In Österreich werden jährlich 230 Millionen Liter Öl und 240 Millionen Kubikmeter Erdgas für die Warmwasserbereitung verbrannt“, so Hackstock. „Die Politik muss nun klare Weichen stellen, um den Menschen zu helfen davon wegzukommen.“

700 Euro Förderung für Kleinanlagen verlängert

Mit einer Solarwärmeanlage wird die gesamte Wärmeversorgung im Haus im Sommerhalbjahr auf die Sonne umgestellt, die Montage dauert nur wenige Tage. „Wenn das viele Haushalte machen, könnte der Heizöl- und Erdgasverbrauch für Warmwasser in Österreich sofort mehr als halbiert werden“, betont Hackstock. Kleinanlagen werden vom Klimafonds noch bis 31. März 2022 mit 700 Euro gefördert. Zusätzlich gibt es in fast allen Bundesländern eine Landesförderung, die höchste in Tirol mit maximal 4.200 Euro, wenn man mit der Sonne heizt. Zusammen mit der Förderaktion „Raus aus Öl“ und Landesförderungen für den Kesseltausch erhalten Hausbesitzer fast 50 Prozent der Investition für die Umstellung von Öl auf erneuerbare Wärme gefördert. Alle Förderungen für Solarwärme sind hier auf der Austria Solar Website zu finden.

Bei Kleinanlagen ist das Austria Solar Gütesiegel eine Fördervoraussetzung. Der Verband Austria Solar hat eine schnelle Solarinstallateur-Suche eingerichtet, um den Umstieg zu erleichtern. Geben Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein und wir zeigen Ihnen die Installateurbetriebe mit Solarexpertise in Ihrer Nähe!

Fördeurng Solaranlagen beim Klima- und Energiefonds

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