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Neues Solarheizwerk von Gasokol in St. Ruprecht an der Raab

27. April, 2020

Ein Solarheizwerk von Austria Solar-Mitglied Gasokol unterstützt seit vergangener Woche das Nahwärmenetz im oststeirischen St. Ruprecht an der Raab. Die 136 Hochleistungskollektoren mit einer Fläche von insgesamt knapp 1.600 m2 der Marke powerSol entlasten den Biomassekessel und sparen jährlich 150 Tonnen CO2. Dank der 1,1 Megawatt Wärmeleistung der neuen Anlage schafft es die Nahwärme St. Ruprecht jetzt, ihre rund 100 Kundinnen und Kunden komplett mit erneuerbarer, bio-solarer Energie zu versorgen.

Solarheizwerk mit powerSol Kollektoren von Gasokol in St. Ruprecht

Gerhard Matzer, Geschäftsführer der Nahwärme St. Ruprecht, zeigt sich erfreut: „Durch die enge Zusammenarbeit mit Gasokol bei der Planung und Umsetzung unseres Solarprojektes, ist Vertrauen entstanden. Bei unserem Besuch der Solarkollektorproduktion konnten wir uns von der Qualität der Produkte überzeugen. Zusätzlich zur CO2-Einsparung ist es für uns eine wirtschaftlich sinnvolle Investition. Wir sind heute sehr stolz auf unsere powerSol Anlage.“

St. Ruprecht an der Raab ist weiters ein Teil der Klima- und Energiemodellregion Weiz-Gleisdorf, die mit dem neuen Solarheizwerk einen weiteren Schritt in Richtung ihres 2050-Ziels „100 % erneuerbare Wärme“ macht.

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Österreich feiert Tag der Erneuerbaren Energie am 25. April

24. April, 2020

Austria Solar fordert am Tag der Erneuerbaren Energie ein Klima-Konjunkturpaket, um Wirtschaft und Klima gemeinsam zu retten.

Am 25. April begeht Österreich den weltweiten Tag der Erneuerbaren Energie, der seit 25 Jahren gefeiert wird. Während zu Beginn vor allem auf Atomgefahren hingewiesen wurde, gilt heute der Bewältigung der Klimakrise die Aufmerksamkeit. Seit einigen Wochen steht darüber hinaus die COVID-19 Pandemie im Zentrum, die zu massiven Einbrüchen bei den Umsätzen in der Wirtschaft geführt hat. Für das langsame Hochfahren der Wirtschaft nach der Coronakrise wurden Konjunkturpakete angekündigt, um Investitionen und Konsum anzukurbeln. Aus Sicht der Solarwärmebranche soll es dabei keine Staatshilfen geben, um die fossile Energieversorgung wieder hochzufahren. Alle Investitionen müssen in Richtung erneuerbare Energie gelenkt werden, mit einem Klima-Konjunkturpaket sollen Wirtschaft und Klima gemeinsam gerettet werden.

Solarinitiative 20>50 bis 2030 starten

„Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Versorgung mit heimischen Rohstoffen und Produkten in der Krise ist“, betont Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Österreich heizt zu 64 % mit Öl, Gas und Kohle, wofür die Haushalte EUR 10 Mrd. jährlich ausgeben, die zum Großteil ins Ausland fließen. Die Hauptlieferländer von Öl und Gas für Österreich sind Kasachstan, Irak, Aserbaidschan, Lybien, Nigeria und Russland. Auch alle diese Länder waren von der Corona-Krise betroffen. Für eine klimaneutrale Energiezukunft ist es notwendig, eigene heimische Energieträger stärker zu nutzen. In den nächsten zehn Jahren sollte dafür die Installation von Solarwärme-Anlagen von derzeit 20 auf 50 pro Tag gesteigert werden. Dabei sollen speziell größere Anlagen für Betriebe und solare Fernwärme forciert werden, die einen höheren Beitrag zu den Klimazielen leisten. Solarwärme spart derzeit rund eine halbe Million Tonnen Treibhausgase pro Jahr in Österreich. Mit dem Ausbau kann die Einsparung auf über 1 Million Tonnen CO2-Emissionen im Jahr 2030 gesteigert werden. Dies ist ein Drittel des Reduktionsziels der Wärmestrategie der Bundesregierung von 3 Million Tonnen CO2-Emissionen im Jahr 2030 im Gebäudebereich.

Um den Ausbau von Solarwärme zu steigern, sind gezielte politische Maßnahme nötig. Die wichtigste Maßnahme ist die Umsetzung einer ökologischen CO2-Besteuerung, wie im Regierungsprogramm von türkis-grün angekündigt. Eine kurzfristige Maßnahme ist der Raus-aus-Öl Bonus, der so rasch als möglich gestartet werden muss.

Presseaussendung von Erneuerbare Energie Österreich

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Neue Aufträge trotz Coronakrise – Stimmungsbild in der Solarwärme-Branche

15. April, 2020

Die Solarwärme-Branche hat die Coronakrise bislang professionell gemeistert. Dies zeigt eine Umfrage des Verbandes Austria Solar zu den ersten drei Wochen des Ausnahmezustandes. Befragt wurden alle Hersteller, Händler und Zulieferer im Verband. Das Ergebnis zeigt trotz Krise ein positives Stimmungsbild der Branche.

„Mehr als die Hälfte der Mitglieder hat trotz der Coronakrise neue Aufträge erhalten“, freut sich Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar. Wie die Umfrage zeigt, wurden nur bei zwei Unternehmen Aufträge storniert, bei zwei Drittel der Befragten wurden Aufträge nach hinten verschoben. Der Auftragslage entsprechend ist es den Solarwärmeunternehmen bislang gelungen ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu halten.

Praktisch keine Kündigungen

Nur in einem einzigen Betrieb mussten Kündigungen ausgesprochen werden. Die restlichen Unternehmen nutzten die Möglichkeit der Kurzarbeit für die Belegschaft, vor allem im Backoffice und im Vertrieb. Nur ein Drittel der Mitglieder schickte auch Mitarbeiter in der Produktion in Kurzarbeit. Fast überall wird in der Zwischenzeit teilweise zu Hause gearbeitet, wie die Umfrage zeigt. Die Firmen nutzen dabei Online-Tools, um mit den Mitarbeitern in Kontakt zu bleiben. Eine gute Nachricht gibt es auch von der Virus-Front: Nur in einem der befragten Unternehmen gab es Fälle in der Belegschaft, die positiv auf COVID-19 getestet wurden.

Kein Hochfahren mehr für fossile Energie

Dem COVID-Krisenmanagement der Regierung stellen die Mitgliedsbetriebe im Großen und Ganzen ein gutes Zeugnis aus. „Für den kommenden Hochlauf der Wirtschaft haben sie vor allem einen Wunsch an die Regierung: Keine Hilfen für das Hochfahren von fossiler Energie!“, so Roger Hackstock. Beim Neustart der Wirtschaft muss der Fokus auf erneuerbarer Energie liegen, wie die Unternehmen betonen. Investitionen in der Gebäudesanierung und die Heizungsumstellung sind ein Konjunkturpaket, welches die Beschäftigung nach der Krise ankurbelt und einen Schub für Klimaschutz auslöst. Dazu gehört ein rascher Start der Förderaktion „Raus-aus-Öl“ und eine höhere Dotierung von Förderprogrammen für Solarwärme. Für die Baustellen wurden offene Grenzen für grenzüberschreitenden Warenverkehr und Montagen eingemahnt, sowie klare Vorgaben, wenn mehrere Gewerke gleichzeitig auf der Baustelle arbeiten.

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