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Sonne & Energie
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Im Jahr 2008 wurden in Österreich in Hotels und ähnlichen Betrieben insgesamt 126,7 Mio. Nächtigungen registriert. Davon fielen 65% auf Hotels, genauer genommen 33,9 % auf Betriebe der Kategorie 5-/4-Stern, 22% auf Betriebe der Kategorie 3-Stern und 9,2% auf Betriebe der Kategorie 2-/1-Stern. Das Verhältnis der Nächtigungen in der Wintersaison 2007/2008 zur Sommersaison 2008 war mit einer Kapazitätsauslastung von 35,2% zu 30,2% annähernd ausgeglichen. Die Anzahl der Beherbergungsbetriebe sowie jene der Betten blieb – sowohl in der Wintersaison 2007/2008 als auch in der Sommersaison 2008 – gegenüber der jeweiligen Vergleichsperiode des Vorjahres annähernd konstant. 982.600 Betten (Vorjahr: 977.392) bedeuteten eine Zunahme von 0,5% für die Wintersaison und auch in der Sommersaison konnte ein Zuwachs von 0,2% bei 1.043.400 Betten (Vorjahr: 1.041.310) erreicht werden. Solarwärmenutzung im Hotel- und Gastgewerbe Die Verbreitung thermischer Solaranlagen im österreichischen Hotel- und Gastgewerbe wurde durch eine Auswertung der Datenbank zur „Umweltförderung im Inland“ der Kommunalkredit Public Consulting GmbH im Jahr 2008 untersucht. Die Kommunalkredit Public Consulting GmbH fördert seit 1986 thermische Solaranlagen für gewerbliche Betriebe. Eine vollständige Auswertung der Daten liegt zu den seit 1994 geförderten Anlagen vor. In der Auswertung betreffend Solarwärmenutzung im Hotel- und Gastgewerbe sind neben Hotels und ähnlichen Betrieben auch "sonstige Beherbergungsbetriebe" (Campingplätze, Jugendgästehäuser) und Gaststätten (Restaurants, etc.) inkludiert. Im Zeitraum 1994 bis 2008 wurden insgesamt 2480 Solaranlagen gefördert. Die Zahl der Anlageninstallation pro Jahr stieg seit 1999 kontinuierlich an – mit Ausnahme der Jahre 2002, und erwartungsgemäß der nächsten Jahre nach 2005. Im Jahr 2005 wurde mit der Installation von 482 Solaranlagen und knapp 26.000 m2 Kollektorfläche eine geradezu explosionsartige Steigerung verzeichnet. Im Jahr 2006 folgte die Realisierung von weiteren 373 Anlagen im Bereich des Hotel- und Gastgewerbes, bzw. im vergangen Jahr (2008) von 351 Anlagen - diese Werte entsprechen dem zweit- bzw. drittgrößten Wert seit 1994.
Nach dem bisher besten Solarjahr 2005 in Hotel- und Gastgewerbetrieben mit rund 26.000 m2 neuen installierten Anlagen kam es 2006 zu einem erwarteten Rückgang auf rund 15.000 m2, 2008 auf rund 12.000 m2. Ende 2008 waren damit insgesamt rund 107.300 m2 (rund 75 MWth installierte Leistung) Solaranlagen in Hotel- und Gastgewerbebetrieben installiert. Davon wurden 19% in Gasthöfen, 19% in Restaurants, 31% in Hotels, 21% in Pensionen und 11% in sonstigen Beherbergungsbetrieben errichtet. Von der installierten Kollektorfläche entfallen 42% auf Hotels, 16% auf Pensionen, 19% auf Restaurants, 14% auf Gasthöfe und 9 % auf sonstige Beherbergungsbetriebe. Von allen österreichischen Bundesländern sind in Tirol mit knapp über 1100 Anlagen die meisten thermischen Solaranlagen installiert. Das entspricht rund 46% der gesamten in Österreich installierten Anlagen. 12% der Solaranlagen im österreichischen Hotel- und Gastgewerbe sind in Kärnten installiert, 11% in Oberösterösterreich. Während der Markt in den restlichen Bundesländern in den vergangenen Jahren auf relativ geringem Niveau stabil war, wurde in den Jahren 2006 bis 2008 ein Zuwachs von neu installierten Anlagen in Burgenland, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark und Wien verzeichnet.
Bundesländerweise Aufteilung der im Zeitraum 1994 bis 2007 errichteten Solaranlagen im Hotel- und Gastgewerbe (Quelle: Austrian Institute of Technology, 2009) Betrachtet man die Verteilung der neu installierten Kollektorfläche führt Tirol sogar mit einem Anteil von knapp 60%. In der Steiermark, Kärnten und Salzburg ergab sich im Jahr 2008 eine gravierende Steigerung der installierten Kollektorfläche.
Bundesländerweise Aufteilung der im Zeitraum 1994 bis 2007 neu instalierten Kollektorfläche im Hotel- und Gastgewerbe (Quelle: Austrian Institute of Technology, 2009) Im Rahmen einer von der AEE INTEC im Jahr 2003 in Auftrag gegebenen Studie wurde die Anwendung von Solaranlagen für Warmwasserbereitung und Raumheizungsunterstützung untersucht (im Zeitraum 1994 bis 2002). Dabei zeigte sich, dass 1994 nur etwa 5% der Solaranlagen auch die Heizung unterstützten, 1999 bereits über 30%. Interessant ist auch der Vergleich von jährlichen Nächtigungen im jeweiligen Bundesland zu der installierten Kollektorfläche. Bei einem Nächtigungsanteil von rund 35% weist Tirol einen Anteil über 60 % der Kollektorfläche auf. Im Gegensatz dazu kommt Salzburg mit einem Anteil von rund 6% der installierten Kollektorfläche auf einen Anteil von rund 19% der jährlichen Nächtigungen.
Bundesländervergleich jährliche Nächtigungen und gegenwärtig installierte Fläche an Sonnenkollektoren (Quelle: Austrian Institute of Technology, 2009)
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