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Sonne & Energie
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Energie zu 100 % gedeckt Daten zur Anlage: Das Konzept für den Neubau Die Anforderungen an den Entwurf bestanden in der Umgestaltung eines Komplexes aus drei kubischen Hallen zur Produktion und Lagerung für das neue Kundenzentrum der Fa. Kugler in Gföhl. Eine Wandlung vom reinen Zweckbau zur Architektur als Träger einer Firmenphilosophie. Die positive Haltung für nachhaltige Technologien sollte in der Architektur zum Ausdruck kommen. Ziel war es, den Kunden durch das Gebaute selbst und nicht durch die Dekoration anzusprechen und damit authentisch zu sein. Der Baukörper Die bestehenden Hallen wurden in ihren Dimensionen erfasst und durch einfache Maßnahmen, wie dem Abgleichen der Höhen im Zuge der notwendigen Sanierung des Daches, in eine harmonische Proportion zueinander gebracht. Es ergab sich eine einheitliche langgestreckte Halle in südwestlicher Richtung, die das Rückgrat zur Anlagerung des in seinen Proportionen ebenfalls akzentuierten bestehenden Rohrlagers und dem neuen Kundenzentrum bildet. Dieses ragt als leichter, gläserner Kubus so über die bestehenden Hallen hinaus, dass trotz des hohen Glasanteils ein effektiver Überhitzungsschutz durch das große Raumvolumen und die Lüftungsmöglichkeiten gegeben ist. Die Fassaden Die Fassaden wurden vereinheitlicht, wobei die jeweiligen Fensterflächenanteile konsequent auf das Angebot an Sonnenlicht abgestimmt sind. Zwei großflächige über die eigentliche Fassade hinausgreifende Elemente aus Photovoltaikpaneelen markieren den Eingang in die Halle. Auch hier zeigt sich das logische Ineinandergreifen von architektonischer Zeichensetzung und technischer Optimierung, da die Photovoltaikelemente durch das Absetzen von der Fassade nicht nur optisch voll zur Geltung kommen sondern auch, um höhere Wirkungsgrade zu erreichen, von warmen Gebäudeteilen abgekoppelt sind. CO2 - neutrales Energiesystem Das absolute Highlight des Neubaus ist das mit Mitarbeitern der Donau -Universität Krems entwickelte, CO2- neutrales Energiesystem“ (Solar, Biowärme, Photovoltaik). Optisch eindrucksvoll wird dieses System in Form von zwei Fassadenkollektoren im angewendet. Mit diesem neuartigen „Kugler Energiesystem“ wird ein individuelles Komplettpaket für bestehende Objekte und Neubauten angeboten, das auch den neuen ÖKO – Förderrichtlinien entspricht. Zudem stellt die gleichzeitige Forderung nach Wirtschaftlichkeit längst keinen Widerspruch mehr dar. Die Verwirklichung von Gebäuden mit hoher erlebbarer Qualität bei gleichzeitiger Kosteneffizienz ist für die Bauwirtschaft als auch für die Haustechnik die Zukunftsperspektive schlechthin. Ein Schlüssel für diese Herausforderungen liegt in der gezielten Nutzung der Sonne. Über die passive Solarnutzung mit guter Wärmedämmung und südseitiger Verglasung hinaus wurden diverse aktive Komponenten als Demonstrationssysteme eingesetzt. Schon der Eingangsbereich mit seinen Stromerzeugenden Photovoltaikelementen und den thermischen Fassadenkollektoren zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung über einen Pufferspeicher steht prominent im Mittelpunkt des Geschehens. Darüber hinaus wurde ein Wärmeanschluss aus Biowärme getätigt sowie eine kontrollierte Raumlüftung mit einem Luftbrunnen verwirklicht. Eine Regenwassernutzung rundet das umweltgerechte Bauen mit der Natur ab. In Zusammenarbeit mit der Donau-Uni wurde das Gebäude dynamisch simuliert und bekam beste Noten.
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