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Sonne & Energie
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Solare althaussanierung Daten zur Anlage: Wohnhaus der 60er Jahre wird Ökohaus "Irgendwann stellte sich die Frage der Sanierung, denn am Dach gab es undichte Stellen", erzählt Leo Liebminger. "Eigentlich träumte ich immer schon davon, die kostenlose Sonnenenergie am Dach anzuzapfen", so der Bauherr. Daraus entstand der Plan, eine große Solaranlage bei der Dachsanierung einzubauen. Diese sollte das Wohnhaus mit Warmwasser und teilweise Heizenergie von der Sonne versorgen. Entscheidung für Sanierung statt Neubau Die Entscheidung für die Sanierung statt einem Neubau im Grünen war für den Bauherrn klar - die zentrale Lage des Hauses mit nahen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahnhof, Bushaltestellen) schont die Umwelt auch bei der Mobilität, nicht nur beim Wohnen. Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung standen bei der Entscheidung an oberster Stelle. Der Bauherr - von Beruf Baumeister - wollte aber auch zeigen, dass es möglich ist aus einem Althaus der 60er Jahre ein modernes Ökohaus zu gestalten. "Mit der solaren Sanierung wollten wir etwas für die Erhaltung der natürlichen Lebensqualität beitragen", betont der Bauherr. Optimale Solarnutzung mit Vakuumkollektoren Eine Dachhälfte des Hauses ist fast nach Süden orientiert. Um die flache Dachneigung auszugleichen wurden augeständerte Vakuumkollektoren als "Sonnensammler" eingesetzt. Vakuumkollektoren haben gegenüber Flachkollektoren einen höheren Wirkungsgrad in der Heizperiode und erreichen höhere Heizwassertemperaturen, die für die bestehenden Heizkörper notwendig waren. Die 30 m² Kollektorfläche versoregn einen 2.000 Liter Pufferspeicher und einen 500 Liter Brauchwasserboiler. Auch Geschirrspüler und Waschmaschine werden solar versorgt, was den Stromverbrauch für das Aufheizen des Waschwassers enorm senkt. Die Nachheizung erledigen der Zentralheizungsetagenkessel oder der Gasbrennwertkessel. Die Dämmung - ein wichtiger Baustein zum Superniedrigenergiehaus Die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke mit hochverdichteter Steinwolle war der erste Schritt zum Superniedrigenergiehaus. Die gesamten Außenwände wurden mit 12,5 cm Fassadendämmplatten aus Steinwolle gedämmt. Dieses System verbindet die Wasserdampfdurchlässigkeit mit Verbesserung des Schall- und Brandschutzes. Die erdberührten Wände und der Sockelbereich wurden mit 13 cm Schaumglas versehen. Die neuen Fenster bestehen aus Holz und Aluminium, auf der Außenseite schützt die Aluminiumoberfläche vor Verwitterung und auf der Innenseite bietet Holz die notwendige Wärmedämmung und Behaglichkeit im Wohnbereich. Die Fenster erreichen einen mittleren U-Wert von 1,06 W/m²K. Regenwassernutzung wurde groß geschrieben Bei der Sanierung des Zweifamilienhauses wurde ein 6.000 Liter Regenwasserspeicher errichtet. Verwendung findet das Regenwasser für die WC-Spülung, die Waschmaschine (ausführlichen Bericht finden sie hier), im Garten und für die Zierpflanzen im Haus. Damit werden enorme Mengen an hochwertigem Trinkwasser eingespart. Tipps für Sanierer Voraussetzung für ein solches Bauvorhaben ist eine gute sowie detaillierte Bauaufnahme, Planung und Abstimmung mit den einzelnen Gewerken. Unumgänglich ist auch eine engagierte örtliche Bauaufsicht um die Handwerker über den Bauablauf genau zu informieren und zu motivieren. Nicht zu vergessen ist eine möglichst gute Wärmedämmung der gesamten Gebäudehülle und eine große Solaranlage, die auch Geschirrspüler und Waschmaschine versorgen. Auf der Homepage des Bauherrn finden sie weitere Infos und Bilder zum Superniedrigenergiehaus: www.oekohaus.net Kontakt:
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