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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Sonne und Energie: Eine ungeheure Energiequelle stellt die Sonne dar. Wir müssen sie nur nutzen!

 

Die Sonne ist eine gigantische Energiequelle, größer als alle Energiequellen auf der Erde. In nur drei Stunden (!) strahlt sie die gleiche Menge Energie auf die Erde, wie pro Jahr von der gesamten Erdbevölkerung verbraucht wird.

Schau´n Sie sich das an: Solar macht unabhängig - steigen Sie um!

Scheint auf mein Dach genug Sonne?

Auch in Österreich ist genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um Solaranlagen effizient zu betreiben. Wieviel Sonne scheint auf Ihr Dach?

Sollten Sie weitere Städte oder Gemeinden in Österreich mit Solardachkataster kennen, bitte um Mitteilung an office@austriasolar.at!

Habe ich eine geeignete Dachfläche?

Ausrichtung nach Süden
Die Orientierung der Dachfläche sollte nicht mehr als 50° von Süden abweichen.

Dachneigung
Optimal für Solaranlagen geeignet: Dachflächen mit einer Neigung zwischen 20° und 60°. Flache Dächer (Neigungen zwischen 20° und 30°) sind im Sommer ein Vorteil, steile (Neigungen zwischen 50° und 60°) im Winter.

Wie groß muss eine Solaranlage sein?

Warmwasseranlage
Eine Solaranlage fürs Warmwasser in Küche und Bad für einen Vier-Personen-Haushalt hat üblicherweise 6 m² Sonnenkollektoren am Dach und einen 300 Liter Wasserspeicher im Keller. Übers Jahr deckt die Sonne 60 Prozent des be­nötigten Warmwassers, den Rest erledigt der Heizkessel.

Warmwasser und Heizung
Eine Solaranlage für Warmwasser und Heizung sollte mindestens 15 m² Kollektorfläche und einen 1.000 Liter Wasserspeicher haben. Mit dem Speicher werden kurzfristige Schwankungen in den Übergangsmonaten überbrückt, d.h. Sie haben auch Wärme im Haus wenn mal gerade keine Sonne scheint. Bei gut gedämmten Häusern können Sie auf diese Weise bis zu 50 Prozent der Heizkosten sparen.

Ist eine Solaranlage wirtschaftlich?

Warmwasseranlage
Bei einer typischen Solaranlage zur Warm­wasserbereitung (6 m² Kollektorfläche, 300 Liter Solar­speicher) belaufen sich die Kosten auf rd. € 3.800,– für das Solarset, € 500,– für Zusatzmaterial und € 1.500,– für die Montage.

Warmwasser und Heizung
Eine Solaranlage für Warmwasser und Heizung (15 m² Kollektorfläche, 1.000 Liter Solarspeicher) kostet rd. € 8.100,– für das Solarset, € 800,– für Zusatzmaterial und € 2.700,– für die Montage.

Was bringt eine Solaranlage für die Umwelt?

Eine Solaranlage mit 15 m² Kollektorfläche und 1.000 Liter Speicher erzeugt in ihrer Lebensdauer 120.000 kWh Warmwasser. Damit werden 2 Tonnen an CO2-Emissionen pro Jahr vermieden, so viel wie die Emissionen von einem Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km). Jede Solaranlage dieser Größenordnung spart schützt das Klima wie 140 neu gepflanzte Bäume (ein Baum absorbiert rund 14 kg CO2 pro Jahr)!

Wie aufwändig ist der nachträgliche Einbau?

Die Kollektoren werden zumeist mit einem Kranwagen aufs Dach gehoben und sind in wenigen Stunden fertig montiert. Der Installateur ist ein bis zwei Tage mit den Installationsarbeiten beschäftigt, je nach individueller Situation. Zwischen Kollektor am Dach und dem Heizraum wird eine speziell wärmegedämmte Rohrleitung verlegt - entweder in einem freien Kamin oder Lüftungsschacht oder in einem eigenen „Regen-Fallrohr“ an der Außenwand. Die Speicher werden so gewählt, dass auch größere Exemplare durch jede Kellertür passen. Für Sie bleibt wenig zu tun – außer die Handwerker mit frischem Kaffee zu versorgen.

Wie zuverlässig ist eine Solaranlage?

Bei der Inbetriebnahme wird die Solaranlage vom Handwerker fachmännisch eingestellt, danach läuft sie vollautomatisch. Vor der Anlagenübergabe sollte der Handwerker noch mal mögliche Fehlerquellen bei der Installation überprüfen, ob auch alles passt. Bestehen Sie auf einem schriftlichen Abnahmeprotokoll, eine Kopie davon sollte bei Ihnen verbleiben. Alle drei Jahre sollte die Solarflüssigkeit auf Frostsicherheit und pH-Wert geprüft werden. Dabei wird zumeist auch gleich ein gesamter Anlagencheck durchgeführt, am Besten zusammen mit der periodischen Überprüfung des Heizkessels.

TIPP: Vereinbaren Sie einen Wartungsvertrag mit Ihrem Handwerker.

Wie funktioniert eine Solaranlage?

Jeder kennt den Effekt vom Gartenschlauch, der nach einiger Zeit in der Sonne ziemlich heißes Wasser enthält. Diesen Effekt machen sich Solaranlagen zunutze. Absorber aus Kupfer oder Aluminium fangen die Sonnenstrahlen ein und geben die Wärme an das Wasser ab, das sie durchströmt. Die Absorber werden mit Glas abgedeckt, rückseitig gedämmt und mit einer Ummantelung dicht verschlossen, so dass möglichst wenig der wertvollen Sonnenwärme wieder nach außen dringen kann. So entsteht der sogenannte Sonnenkollektor. Aus rund 1.000 kWh Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter und Jahr werden 400 kWh Warmwasser gewonnen. Diese wird in einem Solarspeicher gesammelt und in die Sanitär- und Heizungsinstallation im Haus eingespeist.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Eine Genehmigung brauchen Sie meistens nur für denkmalgeschützte Gebäude. Dann müssen Sie das Denkmalamt von ihrem Vorhaben informieren. In allen anderen Gebäuden ist eine Solaranlage prinzipiell bauanzeigenpflichtig, in OÖ und Tirol nur bei mehr als 20 m² Kollektorfläche, in Kärnten bei mehr als 16 m² Kollektorfläche. In Tirol sind auch Solaranlagen mit einer Kollektoraufständerung ab 30 cm Abstand vom Dach bauanzeigenpflichtig. Im Land Salzburg brauchen Solaranlagen eine Baubewilligung, wenn sie mehr als 25 Prozent der Dachfläche bedecken oder aufgeständert montiert sind.

Muss ich die Solaranlage separat versichern?

Melden Sie die Solaranlage auf jeden Fall bei ihrer Haushaltsversicherung an, damit sie in den Versicherungsschutz (indirekter Blitzschlag, - betrifft vor allem die elektrische Steuerung und Glasbruch) aufgenommen wird (meist keine Prämienerhöhung).

Halten die Kollektoren auch bei Hagel, Blitz und Schnee?

Alle Kollektoren sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Gegen Blitzschlag sollten die Kollektoren an die Blitzschutzanlage des Hauses angeschlossen werden. Gemäß Qualitätstest nach der Europanorm EN 12975-2 sind Kollektoren auf mindestens 1.000 Pascal Druck geprüft, das entspricht ca. 10 bis 25 cm feuchtem Neuschnee am Kollektor. Die meisten Kollektoren halten ein Vielfaches davon aus, erst bei meterhohem Schneebelag kann es zu Glasbruch kommen. Die Erfahrung zeigt, dass Solaranlagen über Jahrzehnte störungsfrei laufen, wenn sie regelmäßig gewartet werden.

TIPP: Melden Sie die Solaranlage bei der Haushalts­versicherung an.

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