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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 5-2010


Solarwärme in Energiestrategie Österreich 2020: massiver Ausbau geplant

Am 6. April 2010 berichteten Wirtschaftsminister Mitterlehner und Umweltminister Berlakovich im Ministerrat über die Energiestrategie Österreich 2020, damit ist sie von der Regierung offiziell zur Kenntnis genommen. Auf Basis der Energiestrategie wird von Minister Mitterlehner bis zum Sommer ein Nationaler Aktionsplan Erneuerbare Energie erstellt. Dieser beschreibt den Fahrplan, wie das Ziel 34 Prozent Erneuerbare Energie am Bruttoendenergieverbrauch im Jahr 2020 erreicht werden kann. Laut Energiestrategie soll die solare Deckung beim Niedertemperaturwärmebedarf für Wohnen und gewerbliche Nutzung von derzeit 1,5 auf 10 Prozent bis 2020 ausgebaut werden. Dazu werden legistische Maßnahmen, Impulsförderungen, Ausbildungs- und Forschungsoffensiven vorgeschlagen. Die Empfehlung der Solarwärmebranche an den Wirtschaftsminister ist daher, diese Maßnahmen aus der Energiestrategie in den Nationalen Aktionsplan Erneuerbare Energie zu übernehmen.

Ein Überblick: Solarwärme in der Energiestrategie Österreich 2020


Solarvoraussetzung in der Wohnbauförderung in ganz Österreich umgesetzt

Mit Kärnten hat im April das letzte Bundesland die Art. 15a Vereinbarung zur Wohnbauförderung umgesetzt. Damit sind in allen Bundesländern im Neubau thermische Solaranlagen Fördervoraussetzung, in sechs Bundesländern auch bei umfassender Sanierung, in fünf bei Heizungstausch. Von dieser Regelung ausgenommen sind Wohngebäude mit ganzjährigem Fernwärmeanschluss, einer Wärmepumpe (in fünf Bundesländern nur in Verbindung mit Ökostromvertrag oder PV-Anlage) oder einer Holzheizung (in vier Bundesländern). Ausnahmen gibt es auch wenn eine Solaranlage lagebedingt nicht möglich oder aus klimatischen Gründen wirtschaftlich nicht vertretbar ist.

Übersicht zu Solar-Voraussetzungen in Österreich (und aktuelle Entwicklungen im Ausland)


Bereits über 240 Veranstaltungen zum "Tag der Sonne" am 7./8. Mai 2010 angemeldet

Bereits mehr als 240 Gemeinden, Betriebe, Beratungsstellen, Schulen und Kindergärten machen beim "Europäischen Tag der Sonne" in Österreich mit. In allen 16 beteiligten Ländern sind insgesamt mehr als 4.000 Veranstaltungen angemeldet. Die Aktion löst auch heuer wieder eine Welle von Aktitivitäten und Events zu Solarenergie an tausenden Standorten in Europa aus.

Wenn Sie eine Veranstaltung planen und diese noch nicht eingetragen haben, vergessen Sie nicht diese anzumelden!

Veranstaltung eintragen und Materialbestellung zum Tag der Sonne
„Europäischer Tag der Sonne“ in den 16 Ländern


4. Mai 2010: Tagung "Erneuerbare Energien: Bitte mehr!" in Wien

"34 % erneuerbarer Energieanteil bis 2020 sind gegenüber der EU verpflichtend – 50 % sind möglich!" Unter diesem programmatischen Titel veranstalten die Verbände der erneuerbaren Energien – Österreichischer Biomasse-Verband, IG Windkraft Österreich, Kleinwasserkraft Österreich, Photovoltaic Austria, Austria Solar, ARGE Kompost & Biogas Österreich, proPellets Austria – am 4. Mai 2010 eine gemeinsame Tagung im Festsaal der Industriellenvereinigung. Jeder EU-Mitgliedstaat hat bis zum Sommer einen Aktionsplan zu verabschieden, wie das verbindliche nationale Ziel – für Österreich 34 Prozent – erreicht werden soll. Ziel der Tagung ist es aufzuzeigen, dass wir in Österreich das Potenzial haben, die erneuerbaren Energien bis 2020 auf 50 Prozent auszubauen und damit arbeitsplatzwirksam die Wirtschaft zu beleben. Die Tagung zeigt die notwendigen Maßnahmen zur Mobilisierung dieses Potenzials auf.

Programm und Anmeldeinfos zur Tagung am 4. Mai 2010


RE-thinking 2050: 100 Prozent Erneuerbare bis 2050 in der EU möglich

Am 15. April 2010 präsentierte das European Renewable Energy Council (EREC) im Europaparlament die neue Studie "RE-thinking 2050: Making the EU 100% renewables-based". Die Studie zeigt auf, dass eine Energieversorgung zu nahezu 100 Prozent aus Erneuerbaren in Europa bis 2050 möglich ist. Die energiebezogenen CO2-Emissionen könnten so um 90 Prozent reduziert und rund 5 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Ergebnisse von RE-thinking 2050 legen klar, dass eine vollständig erneuerbare Energieversorgung keine Frage der Technologie sondern vor allem eine des politischen Willens ist, bereits heute die Weichen für eine nachhaltige Energiezukunft in der Europäischen Union zu stellen.

Download der Studie "RE-thinking 2050: Making the EU 100% renewables-based"
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